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klaro-Thema: Amerika USA machen europäische Produkte teurer

Sie haben lange verhandelt, die Vereinigten Staaten und die Europäische Union, aber am Ende hat sich die amerikanische Regierung nicht umstimmen lassen. Am 1. Juni 2018 hat sie Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus Europa verhängt. Das bedeutet, dass diese beiden Produkte für amerikanische Unternehmen um 25 Prozent beziehungsweise 10 Prozent teurer werden, wenn sie sie von den Europäern kaufen.

Von: Linda Sundmäker

Stand: 08.06.2018

Zeichnung von Sina aus der Klasse 4b aus der Grundschule Landau a. d. Isar | Bild: BR

Was bezweckt die Regierung in Washington damit?

Fertig produzierte Aluminiumstangen bereit zum Abtransport.

Präsident Donald Trump will erreichen, dass seine Landsleute mehr dieser Produkte selbst herstellen, anstatt sie aus Europa oder anderen Ländern einzuführen. Denn die USA haben ein enormes Defizit im Handel mit der Europäischen Union. Das heißt, Amerika kauft viel mehr Waren in Europa ein, als Europa in Amerika einkauft. Das gefällt dem amerikanischen Präsidenten nicht. Außerdem hat er schon öfter gesagt, dass er solche Extrazölle eventuell auch für europäische Autos einführen will. Dann würde der Streit zwischen Amerika und Europa noch viel schlimmer werden.

Europa will sich das nicht gefallen lassen

Clara und Britta haben den Streit zwischen den USA und Europa auf ihrem Bild dargestellt.

Bei uns ist man sehr enttäuscht über die Strafen, die die USA verhängt haben. Europa hat sich zum einen bei der Welthandelsorganisation darüber beschwert. Sie heißt kurz auch WTO und ist dafür zuständig, die Handelsbeziehungen der Länder zu regeln. Außerdem wollen die Europäer jetzt auch amerikanische Produkte auf dem europäischen Markt teurer machen, zum Beispiel Whiskey, Erdnussbutter, Motorräder oder Jeans. Für all das müssten wir dann in den Geschäften auch mehr bezahlen.


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