5

Adoption Neue Eltern für Kinder aus Afrika

Manche Erwachsene können keine Kinder bekommen, obwohl sie gerne welche hätten. Und manche Kinder haben keine Eltern mehr oder die Eltern können sich nicht um sie kümmern. Das ist nicht schön - die Lösung: eine Adoption.

Stand: 05.10.2017

Adoption in Afrika | Bild: BR | Kerstin Welter

Ich bin adoptiert – na und?

Nina (10) und Awoti (12) sind Adoptivkinder. Sie sind in Afrika geboren und Nina wohnt auch immer noch da. Aber beide haben deutsche Eltern und finden es überhaupt nicht komisch, dass sie anders aussehen als Mama und Papa.

Nina Neo Naledi hat einen deutschen und zwei afrikanische Namen, weil sie in Südafrika geboren wurde. Und sie liebt Ballett und liest pro Woche drei Bücher. Beides hätte sie höchstwahrscheinlich nie machen können, wenn sie nicht adoptiert worden wäre, sagt Nina. Weil ihre leibliche Mutter sehr arm war. Deswegen findet Nina es gut, dass sie adoptiert wurde.

Nina hat noch eine kleine Schwester, die ist drei und heißt Anni Joy Lerato. Sie ist auch adoptiert. Nina kann sich noch sehr gut erinnern, wie es war, als sie Anni zum ersten Mal gesehen hat – damals war Anni ziemlich dick, weil die Pflegerinnen im Heim ihr zu viel Zuckerzeug gegeben haben. Nina liebt ihre Schwester, auch wenn sie sich oft streiten, wie bei allen Geschwistern.

Ninas und Annis Eltern heißen Jana und Heiko. Sie wohnen schon lange in Südafrika und finden es ziemlich doof, wenn Menschen sie dauernd fragen, warum ihre Kinder eine andere Hautfarbe haben. Nina und Anni sind ihre Töchter, seit sie ganz klein waren und sie sind eine ganz normale Familie, nur eben "bunt".

Das ist ein altes Foto, es wurde 2006 aufgenommen, als der kleine Nahom und Awoti aus Äthiopien adoptiert wurden. Sie sind Brüder, damals waren sie ein und zwei Jahre alt. Ihre Eltern waren von da an Max und Tanja – und die ganze Familie erzählt gern über die Adoption. Sie finden es wichtig, dass Waisenkinder aus Afrika so eine neue Familie bekommen können.

Nahom und Awoti gehen gerne klettern mit ihren Eltern. Und sie haben noch einen neuen großen Bruder dazu bekommen: Alex. Der war ein Flüchtlingskind aus Kamerun und die Familie hat ihn als Pflegekind aufgenommen. Alle verstehen sich super.


5