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2.11. Allerseelen Gebäck für die Verstorbenen

Wenn die Verstorbenen in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen vom Fegefeuer auf die Erde hinaufsteigen, müssen sie sich erst mal bei einer Brotzeit erholen - so der Volksglaube. Anja Seiler war beim Allerseelenzöpfe-Backen in Heilsbronn in Mittelfranken und hat das Rezept mitgebracht.

Stand: 31.10.2014

Allerseelen-Zopf: Ein Gebäck für die Verstorbenen | Bild: BR/Anja Seiler

Rezept für für selbstgebackenen Allerseelenzopf

Die Zutaten

1 kg Mehl
600 ml warme Milch
2 Tl Salz
3 EL Zucker
2 Eier verquirlt
1 1/2 Würfel frische Hefe
150 g Butter in kleinen Stücken

In einer angewärmten Schüssel Mehl, Butter, Salz, zwei Esslöffel Zucker und die Eier mischen. In der handwarmen Milch die zerbröckelte Hefe und den restlichen Zucker auflösen, die Flüssigkeit zum Mehlgemisch geben. Alle Zutaten mit dem Handrührgerät zu einem mittelfesten Teig verkneten, der nicht mehr an der Schüssel kleben darf. Mit einem Geschirrtuch abdecken und gehen lassen, bis sich die Teigmenge verdoppelt hat. Die optimale Backtemperatur liegt bei 180 Grad, muss aber je nach Teigdicke und Form variiert werden.

Tipp: Um die Gebildbrote vor dem Backen zu färben, eignet sich ein Anstrich aus Eigelb, Sahne und Zucker. Mit Nüssen, Mohn, Rosinen und Hagelzucker kann man das Brot schmücken. Wer das Gebildbrot an die Wand hängen oder zur dauerhaften Tischdekoration verwenden möchte, verzichtet auf das Fett.

Der Grundteig reicht für mehrere Zöpfe.


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