Gesundheitstag


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Smoothies, Rezepte Smoothies: Frühjahrsputz für den Körper

Smoothies sind gesund und machen Laune, am besten selbstgemacht. Fero Andersen erfährt von Wildkräuterfrau Patricia Lipp, wieso Brennnessel & Co. einfach dazu gehören. Aber können auch Fertigsmoothies mit frisch gemixten mithalten? Worauf sollte jeder achten?

Von: Annette Hammerschmidt

Stand: 09.04.2018

Gesundheit! Reporter Fero Andersen ist ein frühjahrsmüder Mann, der noch dazu ganz schön blass aussieht! Aber Kräuterfrau Patricia Lipp kriegt das hin: Sie macht etwas aus ihrem Garten, mit ein paar Wildkräutern, alles gemixt zu einem Smoothie.

Muntermacher Smoothies mit Wildkräuter-Power

Kandidat eins, die Brennnessel. Sie kommt schon aus dem Boden und  man sie wirklich essen.

"Die ist so voller Power, die befeuert einen regelrecht und die gehört auf jeden Fall in einen Smoothie mit rein. Und da kommt der Spitzwegerich raus, in einer Rosette. Der ist jetzt noch ganz frisch und jung."

Patricia Lipp, Kräuterfrau

Spitzwegerich soll übrigens gut gegen Husten und Entzündungen sein. Und Patricia Lipp hat noch etwas gepflanzt, sozusagen einen Wildkräuter- Notvorrat oder eine natürliche Powerbank. Löwenzahn, Zitronenmelisse und Pimpinelle: Sie alle haben im Frühjahr besonders viele Inhaltsstoffe.

"Ganz wichtig ist mir immer das pflanzliche Eiweiß, weil das ist sehr hochwertig und das kann unser Körper rückstandslos verwerten."

 Patricia Lipp, Kräuterfrau

Smoothies: Obst und Gemüse müssen rein

Hauptbestandteil und wichtig für den Geschmack sind frisches Obst und Gemüse. Ohne geht´s beim Smoothiemixen nicht.

"Also ich habe mir gedacht, wir machen den jungen Wilden: Der enthält einmal Melone, Orange, es soll ja fruchtig und gut schmecken! Aber dann mixen wir auch wilde Kräuter mit rein: Da gibt’s einmal den Löwenzahn, die Brennnessel, die Pimpinelle und die Vogelmiere."

Patricia Lipp, Kräuterfrau

Vogelmiere soll schmerzlindernd wirken, Melone liefert Kalium, Orange enthält neben Vitamin C viele Elektrolyte und Löwenzahn soll den Stoffwechsel anregen. Dann kommt noch etwas von der Brennessel hinein. Dabei ist es wichtig, dass man sie von unten nach oben anfasst, dann passiert - nichts.

Für einen cremigen Smoothie braucht man etwas Flüssigkeit, zum Beispiel Saft, Milch oder ganz einfach Wasser. Aufgrund ihres hohen Wasseranteils ist Melone ein richtiger Schlankmacher. Und schon ist er fertig, der junge, wilde Fitmacher. Er entschlackt und reinigt und macht einfach fit für den Frühling, meint Patricia Lipp - keine CXhance für die Frühjahrsmüdigkeit!

Smoothies: Selbst gemixt oder gekauft?

Smoothies boomen: Einer aktuellen Umfrage zufolge sollen eine halbe Million Bundesbürger Smoothies täglich konsumieren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung fordert einen fünfzigprozentigen  Anteil aus Obst in Stücken oder Püree. Daran halten müssen sich die Hersteller aber nicht. Fero Andersen möchte herausfinden, wie gesund Fertigprodukte sind. Gemeinsam mit Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern schaut er sich in einem Supermarkt um. Viele Farben sehen erstmal lecker aus. Aber worauf kommt es bei der auswahlan, worauf sollte jeder  achten?

"Also hier wird ja geworben mit Weizengras und Leinsamen. Wenn ich mir aber die Zutatenliste anschaue, dann habe ich als erstes den Apfelsaft. Und dann einige andere Saftformen. Und dann ganz zum Schluss kommt das Weizengras mit 0,03 Prozent – also das ist schon homöopathisch! Fünffach Gutes drin, das erinnert ein bisschen und suggeriert, ah diese fünf Obst- und Gemüse-Mahlzeiten, die empfohlen sind pro Tag, habe ich hier in „to go“ Form. Das wäre natürlich schön, aber ehrlich gesagt ist das nicht vergleichbar mit frischem Obst und Gemüse."

Daniela Krehl, Verbraucherzentrale Bayern

Grüne Smoothies gelten als besonders gesund, dabei stecken in einer Portion bis zu 27 Stück Würfelzucker. Also doch lieber selber machen, zum Beispiel mit Spinat? Der fällt einem gleich ein bei der Farbe grün?

"Ja, die grünen Smoothies haben so einen Hype momentan, weil das Chlorophyll bekannt ist als krebsvorbeugender Inhaltsstoff. Allerdings muss man aufpassen, denn in vielen Lebensmitteln sind auch Antinährstoffe. Und gerade der Spinat ist so ein ganz klassisches Beispiel. Da ist nämlich sehr viel Oxalsäure drin. Oxalsäue ist ein Inhaltsstoff, der Mineralstoffe bindet und dann kann es fasst passieren, dass ich zu wenig Calcium und Magnesium aufnehme."

 Daniela Krehl, Verbraucherzentrale Bayern

Und noch ein Problem bei Smoothies ist, dass man relativ schnell viele Kalorien aufnimmt, weil man nicht kaut und weil auch der normale Sättigungseffekt nicht auftritt.

Rezepte: Smoothie zum Selbermachen

Die Zutaten für das nächste Smoothie sehen aus, als wären sie für einen Salat – Fero Andersen würde daraus zumindets einen machen. Patricia Lipp aber zaubert eine Vitalstoff-Bombe - mit Feldsalat.

"Ja, genau mit Feldsalat. Deshalb, weil der ist sehr vitamin- und vitalstoffreich. Feldsalat wurde erst vor knapp 100 Jahren kultiviert. Deshalb ist er den Wildkräutern noch sehr nahe. Also immer bevorzugen vor anderen Salaten. Und er sättigt, denn es soll ja ein Smoothie sein, der länger anhält. Er enthält die wichtige Orothsäure, die senkt sogar den Cholesterinspiegel." Patricia Lipp, Kräuterexpertin

Das Smoothie für die, die es gerne würzig mögen:

Das Lycopion der Tomaten soll die Zellen schützen und die Gurke liefert wertvolle Ballaststoffe. Schwarze Oliven werden reif geerntet und haben daher mehr wertvolle Inhaltsstoffe als grüne. Die Geheimzutat ist der Spitzwegerich, der blutreinigend sein soll. Kräftig mixen und servieren.

Eines steht fest: Patricia Lipps Smoothies werden definitiv auch den letzten Funken Frühjahrsmüdigkeit aus Gesundheit! Reporter Fero Andersen vertreiben. Und probieren Sie es ruhig aus: So gehen Sie fit und gestärkt durch den Frühling. Zum Wohl!


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