Franken - Wir über uns


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1960 bis 1979 Regionalisierung - mehr Franken im BR

1960 macht die technische Entwicklung erstmals eine Auseinanderschaltung des Programms und damit eine stärkere Regionalisierung möglich: Bayern 2 und auch das Fernsehen senden sonntags ein separates Programm für Franken.

Stand: 08.08.2011

Ü-Wagen des BR in den 1960er-Jahren, Logo der sonntäglichen Frankenschau | Bild: BR; Montage: BR

Für die Produktion der regionalen Nachrichtensendungen wird im Januar 1960 in Nürnberg eigens eine Wort-Redaktion gegründet. Die Sendung "Vom Main bis zur Donau" liefert Hintergrundinformationen zu aktuellen Ereignissen und Themen der Region.

Das Gründungsteam der Regionalsendung aus Würzburg

1971 wird das Regionalprogramm erweitert: Die Nachrichtensendung "Franken aktuell" (heute "Mittags in Franken") liefert täglich Berichte aus der Region. Seit 1977 wird für die Region "Mainfranken" zusätzlich eine eigene Nachrichtensendung ("Mittags in Mainfranken") vom Regionalstudio in Würzburg produziert. Im Oktober 1995 wechseln die regionalen Hörfunkprogramme die Welle und werden statt auf Bayern 2 mittags auf Bayern 1 ausgestrahlt.

Regionale Wortkunst

Wolfgang Buhl, Studioleiter im Studio Franken von 1978 bis 1990.

Der erste Leiter der Wort-Redaktion, Wolfgang Buhl, ein gebürtiger Sachse mit Faible für das Fränkische, knüpft in den 1960er-Jahren viele Kontakte zu Mundart-Autoren der Region. Künstlern wie Gottlob Haag, Engelbert Bach und Fitzgerald Kusz bietet er ein Forum im Hörfunkprogramm. So versammelt sich im Studio Nürnberg bald eine lebhafte Mundart-Szene, zu der auch Autoren wie Wilhelm Staudacher oder Gerhard C. Krischker gehören.

"Ein Lob auf Franken"

Auch entstehen in den 1960er-Jahren weitere Sendungen: Beim "Gespräch im Studio Nürnberg" wird jeweils ein Experte zu einem gesellschaftspolitischen, geschichtlichen oder kulturellen Thema vor Publikum geladen. Den Anfang macht am 18. März 1966 der oberfränkische FDP-Politiker und Vizepräsident des Deutschen Bundestages Thomas Dehler mit seinem Vortrag "Ein Lob auf Franken". Weitere bekannte Gäste der Folgejahre sind unter anderem Dieter Hildebrandt, Alexander Mitscherlich, Wolfgang Koeppen, Peter von Zahn, Christine Brückner und Hildegard Hamm-Brücher.

Bei uns daham! - Volksmusik im Studio Franken

Ab 1962 setzt sich das Studio Nürnberg verstärkt für die fränkische Volksmusik ein. Der Journalist Emil Händel bereist Franken auf der Suche nach neuen Volksmusikgruppen und fränkischem Liedgut für die neugegründete Volksmusik- Abteilung. Im Laufe der Zeit entwickelt sich aus Händels Engagement eine intensive Zusammenarbeit zwischen Gruppen, Vereinen und dem Studio Nürnberg, in deren Verlauf viele Produktionen, Studioaufnahmen und Live-Übertragungen entstehen.

Die Entstehung des Regionalfernsehens

Dreharbeiten im alten Studio Nürnberg

Bereits 1962 erhält das Studio Nürnberg eine eigene Fernsehredaktion. Zu Beginn hat diese jedoch mit größeren organisatorischen Problemen kämpfen: Fertige Fernsehbeiträge müssen per Kurier nach München übermittelt werden, weil nur dort die entsprechenden Sendemöglichkeiten bestehen. Erst in den späten 1970er-Jahren gewinnt die fränkische Fernsehredaktion an Bedeutung.

Anfänge des Regionalfernsehens in Nürnberg  | Bild: BR

Anfänge des Regionalfernsehens in Nürnberg

1978 erhält das Studio Nürnberg mit der sonntäglich ausgestrahlten "Frankenchronik" (heute "Frankenschau") einen festen Sendeplatz für Fernsehnachrichten aus den drei fränkischen Regierungsbezirken. Mehr als 1.000 Fernsehbeiträge pro Jahr, die in Franken produziert aber in München weiterbearbeitet werden, machen schließlich einen Ausbau von Redaktion und Fernsehtechnik notwendig.


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