Franken - Kultur


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radioMitschnitt Highlights vom Bardentreffen 2019 Teil III

Das 44. Bardentreffen in Nürnberg stand ganz im Zeichen des Akkordeons und all seiner Formen und (Klang-)Farben. Im dritten Teil unseres Rückblicks auf das Kultfestival präsentieren wir Musik unter anderem aus Weißrussland, Algerien und aus dem Orient.

Stand: 09.08.2019

Das Bardentreffen in Nürnberg hat sich europaweit zu einem der größten Openair-Weltmusikfestivals in Europa entwickelt. Die dritte Folge des Rückblicks auf das diesjährige Festival setzt den Schwerpunkt auf Bands, die frei nach dem Motto "World wild Accordion" den Farbenreichtum des Akkordeons in den Mittelpunkt rücken.

Yegor Zabelov kommt aus Weißrussland und hat dort sozusagen im Untergrund einen experimentellen Mix aus Rock, Avant-Garde-Jazz und Neoklassizismus entwickelt. Mittlerweile lässt er sein Instrument mit traumwandlerischer Virtuosität auf internationalen Bühnen Leidenschaft, Melancholie und viel rhythmische Kraft versprühen.

Auch die Musik von Sofiane Saïdi & Mazalda geht "zur Sache" – allerdings in größerer Besetzung. Rund um die Stimme des algerischen Sängers Sofiane Saïdi, den als "Prinz des Raï 2.0" die Raï-Welle der 90er-Jahre nach oben getragen hat, schart sich die sechsköpfige Band Mazalda und umgibt die arabischen Gesänge mit flirrenden Sounds und stampfenden Beats.

Der britische Singer-Songwriter Hugh Coltman kommt gerne mal mit Anzug und Hut auf die Bühne, lässt seine eingängigen Melodien tragen von den Grooves einer perfekt zwischen Jazz, Soul und Retro eingespielten Band – ein Erlebnis! Auch die beiden Briten Will Pound & Eddy Jay sind eine Idealbesetzung für vergleichsweise enge Katharinenruine in Nürnberg, die eher für das kammermusikalische Ereignis steht: In einer Zeit, in der es oft darum geht, noch lauter und aufwendiger zu agieren, kommen Will Pound mit seiner Harmonika und Eddy Jay mit dem Akkordeon auf die Bühne. Das Duo steht für ein meisterliches Spiel aus Reduktion und Innovation.

Man glaubt es kaum, aber es ist wahr: Der Arabic-Balkan-Sound zwischen Gypsy, Reggae und Folk der Band Bukahara kommt aus Köln! Das stimmt allerdings nur bedingt: Drei Musiker der Band haben zwar an der Musikhochschule Köln Jazz studiert, ihre Wurzeln liegen aber in Tunesien, Syrien und anderen Ländern, die den feurigen Orient-Sound von Bukahara prägen.

Das 44. Bardentreffen ist abwechslungsreich wie immer! Wir spiegeln diese Vielfalt im "radioMitschnitt" auf Bayern 2.

Moderation: Roland Kunz


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