Franken - Kultur


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radioMitschnitt Highlights vom Bardentreffen 2019 Teil II

Das 44. Bardentreffen in Nürnberg steht ganz im Zeichen des Akkordeons und all seiner Formen und (Klang-)Farben. Der zweite Teil unseres Rückblicks auf das Kultfestival nimmt Sie unter anderem mit nach Frankreich, Südafrika und auf die Kapverden.

Stand: 22.07.2019

Musikerinnen und Musiker beim Nürnberger Bardentreffen 2019: Orquetsra Silbando | Bild: Rossi

"World Wild Accordion" heißt das Motto des 44. Bardentreffens in Nürnberg. Was das Akkordeon in seiner opulenten Spielvielfalt zu bieten hat, lotet das Silbando Orquesta aus, eine Truppe junger MusikerInnen aus Paris, die den traditionellen Tango der 40er-Jahre in den Grenzbereich zwischen klassische Musik und fantasievolle Moderne hineinführt.

Mit Ladysmith Black Mambazo, kurz LBM, konnte zum diesjährigen Festival eine legendäre Formation engagiert werden. Seit fast 60 Jahren gibt es die im Township gegründete südafrikanische A-Capella-Gruppe, deren künstlerische Erfolge nie von politischen Entwicklungen abzukoppeln war. Dramatische Ereignisse rund um das Leben des Gründers Joseph Shabalala gehören ebenso zur DNA von LBM wie die langjährige Zusammenarbeit mit Paul Simon und zahlreiche preisgekrönte Einspielungen der sich immer wieder erneuernden Gesangsformation.

Der Akkordeon-Virtuose Didier Laloy kommt aus Belgien und gönnt seinem Instrument kreative Ausritte in unterschiedlichste musikalische Gefilde – mal arbeitet er mit einem ganzen Orchester aus ferngesteuerten Automaten, mal musiziert er äußerst puristisch unter dem Duo-Name Belem nur mit Cello oder mit Bläserensemble. Belems kammermusikalischer Ansatz heißt: Vielfalt, Überraschung und Erlebnis!

Hinter dem poetischen Namen Fjarill ("Schmetterling") verbergen sich die schwedische Pianistin und Sängerin Aino Löwenmark und die südafrikanische Geigerin Hanmari Spiegel. 2004 trafen sie sich in Hamburg, schaffen seither einen Sound zwischen Folk, Pop, Jazz und Klassik und erzeugen damit das, was mal an anderer Stelle treffend so beschrieben wurde: "Universelle Wärme in poetischen Grenzüberschreitungen".

Der kapverdische Sänger und Komponist Mário Lúcio ist seit 2011 Kulturbotschafter seines Landes. Der umtriebige Künstler, der auf den Kapverden ein Jazzfestival gründete, Filmmusik schreibt und auch als Maler erfolgreich ist, bringt ein wenig Flair seiner Heimatinseln mit zu Nürnbergs großem Weltmusik-Festival.

Das 44. Bardentreffen ist abwechslungsreich wie immer! Wir spiegeln diese Vielfalt im "radioMitschnitt" auf Bayern 2.

Moderation: Roland Kunz


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