Franken - Kultur


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radioMitschnitt Highlights vom Bardentreffen 2019 Teil IV

Das 44. Bardentreffen in Nürnberg steht ganz im Zeichen des Akkordeons und all seiner Formen und (Klang-)Farben. Im vierten und letzten Teil unseres Rückblicks auf das Kultfestival lauten unsere Ziele Finnland, Brasilien und die Sahara.

Stand: 22.07.2019

Musikerinnen und Musiker beim Nürnberger Bardentreffen 2019: Ayom | Bild: Ayom

Auch die letzte der vier Folgen radioMitschnitt zum Bardentreffen 2019 widmet sich mit insgesamt drei Formationen dem Motto des diesjährigen Weltmusik-Festivals: "World Wild Accordion". Die Ziehharmonika, auch liebevoll Quetschkommode genannt, hat 2019 in den vielfältigen Bau- und Spielweisen ihren großen Auftritt.

AYOM ist ein musikalisches Projekt der brasilianischen Band Forró Miór und der Singer-Songwriterin Jabu Morales, die zu ihrem Gesang selbst Percussion trommelt. Die in Barcelona und Lissabon lebenden Mitglieder der Band haben unüberhörbar die Wurzeln ihrer Musik mit über den Ozean gebracht: Hier verbinden sich brasilianische Rhythmen mit Afro-Latin-Sounds, wobei das Akkordeon einen Schuss Melancholie miteinbringt.

Das Nürnberger Akkordeonorchester blickt auf eine mehr als 70-jährige Tradition zurück. Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von dem Akkordeonisten Willi Münch gegründet und wuchs mit der Zeit vom Quintett zu einem Orchester mit etwa 25 Spielern heran. Immer wieder hat es vorderste Preise bei großen europäischen Wettbewerben abgestaubt. Das Repertoire: Klassiker, anspruchsvolle Unterhaltungs-Arrangements und auch zeitgenössische Musik.

Die finnische Akkordeonistin Johana Juhola gehört zum Feinsten ihres Fachs: Mit einer einzigartigen Mischung aus Tango und origineller Electronica stellt sie ihr  Instrument in ein strahlendes Licht aus zauberhafter Folklore, melancholischer Nostalgie und frecher Ausgelassenheit. Absolut Hörenswert!

Last but not least: Imarhan. "Imarhan, das sind die Freunde, das ist die Familie, das sind die Menschen, um die man sich kümmert." So erklären die Mitglieder der algerischen Tuareg-Band ihren Namen. In einer kleinen Oasenstadt – 2.000 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Algier – fanden die Musiker zusammen und spielten zunächst auf geliehenen Gitarren. Mittlerweile touren sie über internationale Festivalbühnen und machen 2019 Station beim Bardentreffen.

Das 44. Bardentreffen ist abwechslungsreich wie immer! Wir spiegeln diese Vielfalt im "radioMitschnitt" auf Bayern 2.

Moderation: Roland Kunz


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