Franken - Kultur


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Levi Strauss Vom armen Franken zum Jeans-Millionär

Die Hose ist Kult, der Markenname auf der ganzen Welt bekannt - und was viele nicht wissen: Der Erfinder ist ein waschechter Franke. 1829 wurde der Vater der Blue-Jeans, Levi Strauss, in Buttenheim bei Bamberg geboren. Ein Museum erzählt die Geschichte vom armen Franken, der es zum Millionär schaffte.

Stand: 26.02.2013 | Archiv

Erst ein Brief einer Amerikanerin machte die Gemeinde Buttenheim 1983 auf ihren berühmten Sohn aufmerksam. Sie wollte eine Ausstellung über berühmte deutsche Auswanderer zusammenstellen und bat um Informationen über den oberfränkischen Jeans-Erfinder.

Museum im Geburtshaus

Die Buttenheimer forschten - und fanden heraus, dass die Schreiberin tatsächlich richtig lag: Levi Strauss war ein waschechter Buttenheimer. Als sechstes Kind des Kurzwarenhändlers Hirsch Strauss ist er am 26. Februar 1829 unter dem Namen Löb Strauss in Buttenheim geboren.

In seinem Geburts- und Wohnhaus eröffnete die Gemeinde im Jahr 2000 das Levi Strauss Museum. Seither haben Hundertausende Besucher aus aller Welt das Museum besichtigt.

Goldgrube Jeans

Levi Strauss

Nach dem Tod seines Vaters wandert der 18-jährige Strauss mit seiner Familie nach Amerika aus. Dort war die Zeit des großen Goldrausches und auch Levi Strauss lockten die Goldfunde nach Kalifornien: Strauss gründete ein Handelshaus für Stoffe und Kurzwaren. Er verkaufte Zahnbürsten, aber auch Ausgehanzüge für Minenarbeiter. Doch die Wild-West-Pioniere brauchten strapazierfähige Beinkleider. Und so wurde für Strauss das Treffen mit dem Schneider Jacob Davis zum Glücksgriff.

Amerikanisch-fränkische Erfolgsgeschichte

Patenschrift des United States Patent Office

Der Mann aus Reno suchte einen Geschäftspartner für die Vermarktung von besonders robusten Hosen, deren Taschen und Hosenlatz mit Nieten verstärkt sein sollten. Am 20. Mai 1873 wurde das Patent für vernietete Arbeitshosen oder "waist overalls", wie die Jeans damals noch hießen, auf die beiden Geschäftspartner ausgestellt.

Vom mittellosen Auswanderer stieg Levi Strauss innerhalb weniger Jahrzehnte zum erfolgreichen Textilunternehmer auf. Strauss' kleine Firma mauserte sich zum Weltunternehmen. Levi selbst wurde so bekannt, dass sein Vorname zu einem Synonym für die ganze Kleidungsgattung wurde.

Levi Strauss starb 1902 in seinem Haus in San Francisco. Seine Firma hinterließ er seinen vier Neffen, da er selbst keine Kinder hatte.

Webtipp

Weitere Infos zum Levi Strauss-Museum in Buttenheim:


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