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Peter Freudenberger Stiller und die Tote im Bus

Der Autor des Kriminalromans "Stiller und die Tote im Bus" ist der Zeitungs-Journalist Peter Freudenberger aus Aschaffenburg. Vorlage seines Romans war ein echter Mordfall in Aschaffenburg-Damm aus dem Jahr 1984.

Von: Petra Staab-Wilz

Stand: 12.03.2008

Buchcover: Stiller und die Tote im Bus, Peter Freudenberger | Bild: Emons Verlag

In den nächsten Tagen erscheint ein neuer Kriminalroman aus der Region. Er heißt "Stiller und die Tote im Bus". Autor ist der Zeitungs-Journalist Peter Freudenberger aus Aschaffenburg. Vorlage war ein echter Mordfall in Aschaffenburg-Damm aus dem Jahr 1984.

Im morgendlichen Linienbus nach Aschaffenburg stirbt die als bösartig bekannte Hedda Kunkel - umgebracht mit dem Gift der Braunen Witwe, einer Giftspinne. Der mutmaßliche Mörder der 75-Jährigen ist schnell ausgemacht: ihr Ex-Schwiegersohn Max Schwind. Doch den Journalisten Paul Stiller beschleichen Zweifel an dessen Täterschaft. Stiller, ein Familienvater in der Midlife-Crisis, beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Da er oft nachts unterwegs ist, bekommt er Ärger mit seiner Frau und am Ende ist sein eigenes Leben bedroht.

Handlung nach wahrer Begebenheit

Ein Mordfall, der vor über 23 Jahren geschah, diente Peter Freudenberger als Vorlage. Im November 1984 wurde eine 79-jährige Frau wurde von ihrem Schwiegersohn getötet. Dieser verpasste ihr eine tödliche Spritze mit Schlangengift. Noch im Bus hat das Opfer seinen Schwiegersohn beschuldigt. Die Unterlagen dazu hat sich Autor Peter Freudenberger aus dem Zeitungsarchiv von BR-Redakteur Franz Barthel vom Regionalstudio Mainfranken besorgt. Dabei hat er nicht alles eins zu eins übernommen: "Ich habe sämtliche Fakten verändert. Die Charaktere und Personen, die auftreten, haben mit denen von damals, die ich nie kennengelernt habe, überhaupt nichts zu tun", berichtet der 47-Jährige.

Info und Bewertung

Wertung: 4 Frankenrechen von 5 | Bild: BR

Peter Freudenberger: Stiller und die Tote im Bus, Köln 2008, Emons, 224 Seiten, 9,90 Euro, ISBN: 978-3-98705-558-2

Peter Freudenberger, Jahrgang 1960, ist fest mit der Main-Region verwurzelt. Er arbeitet für das in Aschaffenburg und dem westlichen Unterfranken erscheinende "Main Echo". Sein humor- und liebevoller Blick auf die Region spiegelt sich in seinem ersten Kriminalroman wider. Spannend ist der Krimi , aber vor allem humorvoll und äußerst witzig, wenn etwa die geschäftstüchtige und geschwätzige Bäckersfrau beschrieben wird, die es wirklich gab. Auf die Frage, ob in dem Buch sein Chef und die Kollegen ihr Fett wegkriegen, antwortet er: "Das ist eigentlich Klischee. Also die Vorgesetzten sind im Krimi - da braucht man ja nur mal Tatort angucken - eigentlich immer Idioten. Das ist bei mir nicht anders."


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