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Veit Bronnenmeyer Gesünder sterben

Gut ein Jahr ist es her, da ging die Angst vor EHEC-Keimen um. Stoff für einen Krimi? Für den Kulmbacher Krimischreiber Veit Bronnenmeyer schon. Er hatte damals bereit ein Horrorszenario in der Schublade.

Von: Marion Christgau

Stand: 20.06.2012

Ausschnitt aus Buchcover: Gesünder sterben - Veit Bronnenmeyer | Bild: ars vivendi

Gut ein Jahr ist es her, da spielten sich im Nürnberger Knoblauchsland bizarre Szenen ab. Tonnenweise Gurken und Salat wurden vernichtet die Furcht vor den schlimmen EHEC-Keimen ging um. Stoff für einen Krimi? Für den Kulmbacher Krimischreiber Veit Bronnenmeyer schon. Er hat sich ein Horrorszenario in der Art schon ein paar Monate vor EHEC ausgedacht.

"Meine Idee war zuerst da, das kann man mir jetzt glauben oder nicht, aber es war so. Ich hab auch dann bewusst nicht EHEC genommen, obwohl sich´s angeboten hätte. Aber so Zeiterscheinungen nachzulaufen bringt meistens nicht viel. Und außerdem ist es ja relativ kurzlebig ich mein das hat jetzt jeder wieder vergessen eigentlich."

Veit Bronnenmeyer

Veit Bronnenmeyer

Im Buch "Gesünder Sterben" hat Bronnenmeyer sein Ermittlergespann Albach und Müller im vierten Fall mit einer Salmonellenepidemie konfrontiert. Ausgerechnet Salat aus dem Knoblauchsland ist der Auslöser. Die Soko "Kopfsalat" ermittelt fieberhaft. Schlägt der Täter noch einmal zu? Die Angst geht um auch im Hause von Ermittler Alfred Albach.

Textausschnitt: "Gesünder sterben"

"Schmeckt´s?"
" Köstlich", log Alfred angestrengt. "Wo, ähm hast du denn das Gemüse her?"
"Keine Angst, das ist von Öko-Markt. Die Karotten werden dir also nicht das Blut aussaugen!"
Da war sie wieder, diese Mischung aus Humor und Strenge, die Alfred so an seiner Frau schätzte.
"Du weißt doch, dass die alle Etikettenschwindel betreiben." Alfred legte die Gabel weg.
"Die schreiben Bio drauf und was drin ist, weiß keiner. Da ist dein Öko-Markt auch nicht besser als der Disko."

Info & Bewertung

Wertung: 4 Frankenrechen von 5 | Bild: BR

Veit Bronnenmeyer "Gesünder sterben", Kriminalroman, Klappenbroschur, 270 Seiten, 14,90 Euro ISBN 978-3-86913-112

Über den Discounter Disko kam der verseuchte Salat aus dem Knoblauchsland in die Haushalte. Als dann ein Mitarbeiter eben dieses Supermarktes tot aufgefunden wird, ermittelt die wegen der Epidemie stark unterbesetzte Nürnberger Polizei und führt den Leser so direkt ran an die Beete im Knoblauchland aber auch in die Chefetagen der Lebensmittelriesen.

Ein schöner Regionalkrimi bei dem einem trotz unappetitlicher Details nie der Appetit vergeht und schon gar nicht auf Salat aus dem Knoblauchsland.


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