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Würzburg goes Africa – 1989 bis 2018

Stand: 04.06.2018

Bis zum 3. Juni hat in Würzburg das 30. Internationale Africa Festival stattgefunden. Es ist die größte Veranstaltungsreihe für afrikanische Musik und Kultur in Europa. Musiker, Sänger und Künstler aus zahlreichen Ländern Afrikas und der Karibik kamen dafür an den Main.

Dieses Jahr feierte das Africa Festival seine 30. Auflage. Organisator Stefan Oschmann zufolge waren bei der Eröffnungsfeier am 31. Mai zahlreiche Ehrengäste anwesend. So kam unter anderem der Botschafter Südafrikas nach Würzburg. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in der Domstadt. Steinmeier eröffnete bereits zum zweiten Mal das Africa Festival. Das letzte Mal war er vor zehn Jahren – zur 20. Ausgabe – in Würzburg, damals noch als Außenminister.

Weltstars am Main

Angelique Kidjo

Zum Jubiläumsfestival hatten die Organisatoren weltbekannte Stars, langjährige Wegbegleiter und Publikumslieblinge nach Würzburg eingeladen. Anlässlich der 30. Auflage des Großevents treten 19 Music-Acts auf den Festivalbühnen auf, unter anderem Angelique Kidjo und Alpha Blondy. Darüber hinaus sind Fatoumata Diawara aus Mali, Lokua Kanza aus dem Kongo und Manu Dibango aus Kamerun in Würzburg aufgetreten. Acht Künstler beziehungsweise Bands geben Konzerte im großen Zirkuszelt. Ihre Konzerte wurden per Livestream übertragen und sind noch abrufbar.

Konzerte live übertragen

Während des 30. Africa Festivals gab es acht hochkarätige Konzerte. Arte und der Bayerische Rundfunk übertrugen sie per Livestream aus dem Veranstaltungszelt. Auf den Talavera-Mainwiesen traten Fatoumata Diawara, Manu Dibango, Lokua Kanza, Angelique Kidjo, Habib Koité & Bamada, Hot Water, Sona Jobareth und Alpha Blondy auf. Sieben Konzerte können Sie als Video nacherleben.

Basar, Kinofilme und Kinderprogramm

Der Basar des Africa Festivals

Zum umfangreichen Begleitprogramm gehörten ein afrikanischer Basar mit Handwerkermarkt, Foto-Ausstellungen, Trommelworkshops, ein Kino-Zelt, zwei DJ-Zelte mit kubanischer beziehungsweise jamaikanischer Musik sowie mehrere Modenschauen. Viele Besucher kamen, weil sie sich auf exotische Gerüche und außergewöhnliche Gerichte freuen. Andere entdeckten die afrikanische Küche für sich und sind begeistert. Äthiopier etwa rösteten in einer traditionellen Zeremonie rohe Kaffeebohnen und brühten daraus frischen Kaffee auf. Das Wissenschaftszelt der Uni Würzburg beschäftigt sich mit afrikanischen Kulturen. Während des Festivals wurde ein eigenes Kinderprogramm angeboten. Zur Unterhaltung der Kinder waren der senegalesische Geschichtenerzähler Ibrahima Ndiaye sowie die ghanaische Akrobatikgruppe "Adesa" nach Würzburg gekommen.

Der Eintritt aufs Gelände kostete 8 Euro am Tag. Familien-Karten gibt es für 25 Euro. Für Kinder unter zwölf Jahren ist der Besuch umsonst.

Stefan Oschman, Leiter des Würzburger "Africa Festivals"

"Wir bekommen in jedem Jahr 600 Bewerbungen. Es stellt sich jedes Jahr die Frage: Wen nehmen wir und wen nehmen wir nicht – was präsentieren wir und was präsentieren wir nicht?"

Festivalleiter Stefan Oschmann

Großveranstaltung ist Publikumsmagnet

Das Africa Festival besteht seit 1989 und ist den Veranstaltern zufolge das größte und älteste Festival für afrikanische Musik und Kultur in Europa. Über 6.750 Musiker und Künstler aus 56 Ländern Afrikas und der Karibik sind bisher in Würzburg aufgetreten und haben mehr als 2.320.000 Besuchern den kulturellen Reichtum des afrikanischen Kontinents vor Augen und Ohren geführt. Inzwischen kommen jedes Jahr an die 100.000 zahlende Besucher auf die Würzburger Main-Wiesen. Bei jedem Festival sind etwa 200 Sänger und Musiker anwesend. Das Festival kostet jährlich 1,2 Millionen Euro. Mittlerweile gibt es zahlreiche Nachahmer-Veranstaltungen.


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