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30. Africa Festival Würzburg Die Konzerte am Abend

Während des 30. Africa Festivals gab es acht hochkarätige Konzerte geben. Arte und der Bayerische Rundfunk übertrugen sie per Livestream aus dem Veranstaltungszelt. Fatoumata Diawara, Manu Dibango, Lokua Kanza, Angelique Kidjo, Habib Koité & Bamada, Hot Water, Sona Jobareth und Alpha Blondy sangen und spielten auf den Talavera-Mainwiesen.

Stand: 04.06.2018

Angelique Kidjo bei einem Konzert | Bild: picture-alliance/dpa

Zu den Top-Acts des 30. Africa Festivals gehörten Superstar Angelique Kidjo aus Benin mit ihrem Welthit "Agolo" und Reggae-Ikone Alpha Blondy von der Elfenbeinküste mit seinen Hits "Cocody Rock" und "Jerusalem" sowie Saxophonist und Pianist Manu Dibango aus Kamerun. Die Sängerinnen Fatoumata Diawara (Mali) und Sona Jobareth (Gambia) sowie die Interpreten Lokua Kanza (Demokratische Republik Kongo), Habib Koité & Bamada (Mali) und die "Hot Water"-Band (Südafrika) gaben sich 2018 ebenfalls die Ehre im großen Zirkuszelt.

Die Abendkonzerte
Donnerstag (31.05.2018)20.00 UhrFatoumata Diawara
22.00 UhrManu Dibango
Freitag (01.06.2018)20.00 UhrLokua Kanza
22.00 UhrAngelique Kidjo
Samstag (02.06.2018)20.00 UhrHabib Koité
22.00 UhrHot Water
Sonntag (03.06.2018)20.00 UhrSona Jobarteh
22.00 UhrAlpha Blondy

Fatoumata Diawara – Woman Power from Mali

Mit dem 2011 erschienenen Debütalbum "Fatou" hat sich Fatoumata Diawara einen Namen in der Weltmusik-Szene gemacht. Die Sängerin aus Mali spielte darüber hinaus tragende Rollen in mehreren Filmen und Theaterstücken. Nach "Fatou" erschienen noch weitere Alben mit ihrer Beteiligung: "At Home" (2015) zusammen mit Roberto Fonseca und "Lamomali" (2017) zusammen mit Matthieu Chedid. 2013 wurde sie mit dem Africa Festival Award ausgezeichnet.

Manu Dibango – The great Music Icon from Cameroon

Der Saxophonist und Pianist Manu Dibango aus Kamerun wurde 1973 durch seinen Hit "Soul Makossa" bekannt. Dibango ist in vielen Stilrichtungen zuhause – sei es Funk, BeBop, Jazz, HipHop oder Reggae – und verleiht jedem Song seinen eigenen Anstrich. Seine Alben "Gone Clear" (1980), "Electric Africa" (1985), "Afrijazzy" (1986) und "Wakafrika" (1994) gehören zu den Meilensteinen der afrikanischen Musikszene. Heuer übernimmt er die Schirmherrschaft des 30. Africa Festivals.

Lokua Kanza – The fine voice from the Democratic Republic of the Congo

Wie kein anderer afrikanischer Künstler begleitet Lokua Kanza das Africa Festival. Seit seinem ersten Auftritt beim 6. Festival 1994 hat er immer wieder, zeitlos und in grandioser musikalischer Qualität das Festivalpublikum mit seinen Auftritten begeistert. Sein erstes Album "Lokua Kanza" erschien 1993. Als Songwriter schrieb er einige Lieder für Miriam Makeba. Auch Nana Mouskouri gab bei Lokua Kanza Stücke in Auftrag. Bereits 2006 erhielt er den Africa Festival Award für sein musikalisches Talent.

Angelique Kidjo – The amazon from Benin

Die Sängerin Angeliqe Kidjo aus Benin ist ein Weltstar. Für ihre Musik hat sie mehrere Grammys erhalten: 2015, 2014 und 2007 – jeweils für das beste World-Music-Album beziehungsweise das beste zeitgenössische World-Music-Album. Seit 2002 ist Kidjo Botschafterin des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF. Kidjo trat bereits mehrfach in Würzburg auf, so bei den Africa Festivals (2002), beim 18. Africa Festival (2006), beim 20. Africa Festival (2008) und beim 24. Africa Festival (2012).

Habib Koité – The guitar king from Bamako

Der Ausnahmegitarrist und Sänger Habib Koité aus Mali ist durch seinen Hit "No More Cigarette Abana" über Afrika hinaus bekannt geworden. Wenn er beim 30. Africa Festival singt und spielt, ist es bereits sein siebter Auftritt in Würzburg. Spielt er einmal gerade nicht am Mainufer, jammt er mit dem US-amerikanischen Bluesmusiker und Singer-Songwriter Eric Bibb, versammelt die Musiker seiner Hausband "Bamada" in Malis Hauptstadt Bamako um sich oder geht mit ihnen auf Welttournee.

Hot Water – South african folk rock

Es ist unmöglich der südafrikanischen Band "Hot Water" nur zuzuhören. Denn wenn Donovan Copley, ihr Gründer, Frontmann und ihr kreatives Herz zu singen anfängt, reißt er das Publikum sofort mit. Seine Musik – Copley nennt sie "South African Folk Rock" – vermischt Klänge und Rhythmen von Mbaqanga, Kwela und Maskanda mit einem zeitgemäßen Folkrock Vibe. "Hot Water" ist der südafrikanischen Tageszeitung "The Citizen" zufolge "mit Abstand eines der aufregendsten musikalischen Projekte Südafrikas".

Sona Jobarteh – Magic kora sounds from the Gambia

Bei den Griots in Westafrika wird traditionell das Spielen der Kora vom Vater auf den Sohn weitergegeben. Deswegen ist die Riege der herausragenden Kora-Virtuosen –  wie Toumani Diabaté, Ballaké Sissoko oder Tata Dindin – stets eine Riege von Männern gewesen. Sona Jobarteh aus Gambia brach mit dieser Tradition. Heute zählt sie zu den weltbesten Kora-Spielerinnen. Und nicht nur das: Sie selbst bildet in ihrer Schule "Amadu Bansang Jobarteh School of Music" junge Mädchen zu Kora-Spielerinnen aus. Sona Jobarteh trat bereits 2012 in Würzburg auf.

Alpha Blondy – Great reggae vibes from the ivory coast

Alpha Blondy

Alpha Blondy von der Elfenbeinküste ist neben Tiken Jah Fakoly der Reggae Artist des afrikanischen Kontinents schlechthin und beweist, dass gute Reggae Vibes nicht nur aus Jamaika, sondern auch vom schwarzen Kontinent kommen können. Seine Hits "Cocody Rock", "Jerusalem" oder "Sweet Fanta Diallo" kennt jedes Kind in Westafrika. Alpha Blondy tritt mit seiner Formation "Solar System" seit Jahren regelmäßig bei allen großen Reggae Events auf der ganzen Welt auf. Sein erstes Konzert in Deutschland  gab Alpha Blondy 1992 beim vierten Africa Festival.


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