Report München


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Wut und Überraschung Wie Spaniens Fischer die EU erleben

Wut über EU-Gelder, die versanden und falsche Subventionspolitik – und gleichzeitig Überraschung, was sie in Brüssel alles erreichen können: Fischersfamilien in Spanien zeigen Moderator Andreas Bachmann, wie sie die EU erleben.

Von: Anne Hinder

Stand: 14.05.2019

Unterwegs in Spanien. Eine deutsch-spanische Fischersfamilie zeigt mir an einem andalusischen Hafen, wie hier EU-Gelder versanden:

Bettina: „Das ist die Fischzüchterei, die nie funktioniert hat, mit viel Geld, 3,5 Millionen subventioniert.“

Andreas Bachmann, report München: „Eine echte Investitionsruine.“

Bettina:Ja, sieht ja aus wie ein Friedhof, aiaiai. […] zum großen Teil nicht mehr brauchbar, kaputt verrottet“

Moreno:„Das sind die Käfige für die Austern, die müssten eigentlich im Meer sein. [] Es ist eine Schande: Eine so große Investition von mehreren Millionen Euro! Und dann gibt es keine Kontrollen von der EU, warum hier nichts funktioniert und das Geld einfach versandet.“

Als Fischer mit einem solch kleinen Boot, sehen sie noch ein Problem. Subventionen der EU haben dazu beigetragen, dass die Boote an den spanischen Küsten immer größer wurden. Und so die Meere regelrecht leer gefischt werden. Wir treffen eine, die genau dagegen ankämpft.

"Ich habe gute Nachrichten aus Brüssel."

María del Carmen Díaz

María del Carmen Díaz hat einen Verband für Kleinfischer gegründet und in Brüssel einen Antrag eingereicht. Mit Erfolg, erzählt sie uns am Hafen! Für Industriefischer gelten hier in Zukunft strengere Regeln - zum Schutz der Fischbestände. Gut für die Kleinfischer!

"Wie ein Wunder! Als wenn die Donna Maria uns besuchen täte. Wir haben gedacht, die in Brüssel sind sehr weit, die wissen gar nicht die Realität, die wir hier erleben."

María del Carmen Díaz

"Du kannst trotzdem was erreichen, in Brüssel, Toll, hätte ich nie geglaubt."

Bettina

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