Report München


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Eichmanns Komplize Der SS-General, der für den BND arbeitete

Franz Josef Huber war ein SS-General. Verantwortlich für den Tod von Zehntausenden Menschen. Und doch konnte er nach der NS-Zeit für den BND arbeiten. Wie kann das sein? Stefan Meining hat sich auf Spurensuche begeben.

Stand: 06.04.2021

Franz Josef Huber | Bild: Nationalarchiv Slowenien

In dem Film „Eichmann und sein geheimer Komplize“ geht es um den Nazi-Mörder Franz Josef Huber, eine Art Phantom der Geschichte. Obwohl der SS-General und Gestapo-Chef von Wien für den Tod zehntausender Menschen verantwortlich war, gelang es ihm, nach dem Krieg unbestraft davonzukommen und sogar noch jahrelang für den Bundesnachrichtendienstes, abgekürzt BND, zu arbeiten. Dies zeigen hunderte Seiten bisher unbekannter Unterlagenaus dem Archiv des BND, die vom ARD-Politmagazin report München ausgewertet wurden. Die Unterlagen belegen zudem: Der deutsche Auslandsnachrichtendienst warb Huber im Dezember 1955 an, obwohl der Behörde die NS-Vergangenheit Hubers in allen Einzelheiten bekannt war. Im Film äußert sich dazu der Chefhistoriker des Bundesnachrichtendienstes.

Report München und der Eichmann Prozessreport München berichtet über den unglaublichen Fall des Eichmann-Komplizen Huber in einer Sonderausgabe am 6. April um 21:45 Uhr im Ersten. Über den Eichmann-Prozess vor 60 Jahren hat bereits das Vorgängermagazin von report München, ANNO, in der ersten Sendung berichtet und den Prozess danach kontinuierlich begleitet. Bis heute spielen Themen zum deutsch-jüdischen Verhältnis und zur Vergangenheitsbewältigung in report München, das 1962 begründet wird, eine zentrale Rolle.


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