ARD-alpha - Welt in Bewegung


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Welt in Bewegung Arbeitsmigration

Von unserem Wesen her sind wir Nomaden. Bevor die Menschen sesshaft wurden, zogen sie durch die Welt, auf der Suche nach Nahrung. Diese Wanderungsbewegung ist die älteste Form der Migration, die sogenannte Arbeitsmigration.

Stand: 21.06.2013 | Archiv

Welt in Bewegung | Bild: BR/INTER/AKTION

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Noch immer ziehen wir von A nach B, um unseren Broterwerb zu sichern, um eine Ausbildung zu absolvieren oder um bessere Chancen wahrzunehmen.

Arbeitsmigration unterliegt vielen Prämissen: zum Beispiel Angebot und Nachfrage, der eigenen Qualifikation, der familiären Bindung, den Möglichkeiten der Fortbewegung und der Kommunikation, aber auch dem Wettbewerb.

Wer sich am Markt behaupten will, ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Folglich müssen Unternehmen und Volkswirtschaften Anreize setzen, um qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen. Je höher die eigene Qualifikation, desto größer sind die Chancen am Arbeitsmarkt. Doch was tut Deutschland, um Hochqualifizierte für den Standort Deutschland zu gewinnen? Bislang reichlich wenig. Migration hat hierzulande noch immer einen negativen Beigeschmack.

"Migration ist in der Bundesrepublik immer noch sehr stark angstbesetzt; man hat Angst vor Zuwanderung und übersieht dabei völlig, dass Zuwanderung auch große Chancen mit sich bringt, insbesondere dann, wenn es um qualifizierte Arbeitskräfte geht. (…) Wichtig wäre, dass viele bürokratische Prozesse im Zusammenhang der Zuwanderung erleichtert werden, dass bestimmte Diplome, die man im Ausland erworben hat, sofort anerkannt werden können, dass Kredite leichter gewährt werden, dass man leichter Arbeitskräfte einsetzen kann; das sind ganz wesentliche Voraussetzungen dafür, dass Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften, die die Bundesrepublik braucht, zunimmt."

Prof. Jochen Oltmer, Institut für Migrationsforschung der Universität Osnabrück


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