ARD-alpha - Vom Ahorn bis zur Zwiebel


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Vom Ahorn bis zur Zwiebel Die Lärche

Sie "benimmt" sich wie ein Laubbaum, ist aber ein Nadelbaum: die Lärche. Wie sie sich "benimmt" und was sie sonst Besonderes an sich hat, zeigt dieses Baumporträt - in Bild, Text und Video.

Stand: 08.11.2012

Lärche | Bild: BR

Eine wahre Besonderheit im Reich der Nadelbäume ist die Lärche, denn sie "benimmt sich" wie ein Laubbaum: Sie wirft im Herbst ihre Nadeln ab! Kein anderer in Europa heimischer Nadelbaum tut dies.

Beliebt in Park und Garten

Dem Nadelabwurf geht eine prächtige Herbstfärbung voraus, die mit Ahorn, Buche und Co. absolut mithalten kann. Deshalb werden Lärchen gerne in Parks und Gärten angepflanzt - im goldenen Herbst bieten sie einen attraktiven, großartigen Anblick. Hinzu kommt, dass die Stämme fest verwurzelt sind und ihnen kaum ein Sturm etwas anhaben kann.

Geschätztes Holz

Das Holz der Lärche wird geschätzt für Möbelbau und Wandverkleidungen. Es ist hart, witterungsbeständig und dauerhaft unempfindlich gegen Pilzbefall. Daher wird es vor allem im Außenbereich viel verwendet.

Die Europäische Lärche:

  • Familie: Kieferngewächse
  • Botanischer Name: Larix decidua
  • Wuchsform: Silhouette schlank, schmal und kegelförmig
  • Höhe: bis 40 Meter
  • Alter: bis zu 600 Jahre
  • Rinde: junge Rinde glatt, grün bis graubraun; alte Rinde graubraun und schuppig mit tiefen rotbraunen Furchen
  • Nadeln: weich und vorne stumpf oder nur wenig zugespitzt; bei jungen Trieben sind die Nadeln einzeln schraubig angeordnet, an älteren Trieben stehen sie in rosettenartigen Büscheln. Im Herbst goldgelb gefärbt
  • Blütezeit: zwischen März und April
  • Blüten: männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze (= einhäusig)
  • Frucht: aufrecht stehende Zapfen, darin Samen mit Flügel
  • Wurzel: Pfahlwurzel mit tief verzweigtem Herzwurzelsystem, daher sehr standhaft
  • Besonderheit: im Winter ohne Nadeln

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