ARD-alpha - Vom Ahorn bis zur Zwiebel


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Vom Ahorn bis zur Zwiebel Die Hainbuche

Der Laie vermutet, dass die Hainbuche eine Buche ist. Doch der Name täuscht! Richtig ist aber, dass die Hainbuche ein stattlicher Baum ist. Und wer genauer hinsieht, wird so manches Interessante entdecken.

Stand: 06.06.2009

Blätter  der Hainbuche | Bild: BR

Der Laie vermutet, dass die Hainbuche eine Buche ist. Doch der Name täuscht! Richtig ist aber, dass die Hainbuche ein stattlicher Baum ist. Und wer genauer hinsieht, wird so manches Interessante entdecken. Die Hainbuche hat ihren Namen, weil ihre Blätter ähnlich aussehen wie die der Buche. Tatsächlich ist die Hainbuche keine Buche. Sie gehört zur Familie der Birkengewächse.

Die "Heckenbuche"

Im Althochdeutschen wurde sie "haganbuoche" genannt, was soviel heißt wie "Heckenbuche". Und das nicht ohne Grund: Die Hainbuche ist sehr regenerationsfähig und wird daher gerne als Heckenpflanze eingesetzt. Im 18. Jahrhundert, zur Zeit der Barockgärten, wurden Hainbuchenhecken zu Labyrinthen, Laubgängen und Gestalten zugeschnitten. Prächtiges Beispiel dafür ist der Barockgarten von Schloss Schleißheim.

Die Hainbuche - Steckbrief:

  • Höhe: bis 25 Meter
  • Krone: hoch gewölbt, rundlich
  • Stamm: im Querschnitt oval, gelegentlich wächst er verdreht. Er teilt sich bereits in geringer Höhe in die Äste.
  • Blatt: eiförmig, kurze Spitze, Blattrand fein gezahnt (im Gegensatz zum Buchen-Blatt!). Die Blätter wachsen abwechselnd entlang der Zweige (= wechselständig)
  • Blüte: April bis Mai, männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze (= einhäusig)
  • Frucht: einsamige Nussfrucht, Flügelfrucht mit dreilappigem Tragblatt
  • Fruchtstände: auffällig, bis 17 Zentimeter lang
  • Holz: das härteste Holz aller einheimischen Bäume

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