ARD-alpha - Vom Ahorn bis zur Zwiebel


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Ahorn bis Zwiebel Der Blaue Eisenhut

Er ist eine auffallende Schönheit und zählt gleichzeitig zu den giftigsten Pflanzen Europas: der Blaue Eisenhut. Sein Gift kann Menschen töten, aber auch als medizinisches Präparat Schmerzen lindern. Eine geheimnisvolle, seltene Pflanze!

Stand: 07.03.2009 | Archiv

Blauer Eisenhut | Bild: colourbox.com

Der Blaue Eisenhut ist bei uns selten geworden. Er ist in seinem Bestand bedroht und steht unter Naturschutz. Auch wenn er noch so hübsch aussieht - es gilt: Pflücken verboten! Hin und wieder kann man ihm noch begegnen: in den Alpen und unseren Mittelgebirgen.

Die tiefviolette Schönheit gehört zu den Hahnenfußgewächsen - so wie auch Schlüsselblumen, Buschwindröschen und Hahnenfuß. Im Gegensatz zu letzteren wird die Eisenhut-Staude richtig groß: bis zu 150 Zentimeter hoch.

Raffinierte Blüte

Von Juni bis September blüht die Pflanze - an einem langen Stängel sitzt eine dichte Traube mit den Blüten. Die Besonderheit beim Eisenhut: Seine Kelchblätter sind nicht grün, wie bei den meisten Pflanzen, sondern blau. Das oberste Kelchblatt ist helmförmig gewölbt und breiter als hoch - ein wichtiges Bestimmungsmerkmal für den Blauen Eisenhut. Zwei nektarbildende Honigblätter stehen im Inneren der Blüte, verborgen im Helm. Sie locken Schmetterlinge und Hummeln an. Um in die Blüte zu schlüpfen, müssen sie an vielen Staubblättern vorbei. Dabei bleibt der Pollen am Insekt hängen und wird beim Besuch der nächsten Blüte auf deren Narbe übertragen.

Vorsicht Gift!

Alle Pflanzenteile sind giftig! In der Wurzel ist besonders viel des Giftes Aconitin enthalten - das stärkste aller Pflanzengifte im europäischen Raum. Vorsicht ist auch geboten beim Zier-Eisenhut im Garten. Er ist ebenfalls giftig.

Früher wurde das Gift des Blauen Eisenhuts bei der Pfeiljagd verwendet. Heute wird es in der Schmerztherapie angewandt.

Der Blaue Eisenhut - Steckbrief:

  • Familie: Hahnenfußgewächse (wie Schlüsselblumen, Buschwindröschen, Hahnenfuß)
  • Besonderheit: sehr giftig!
  • Wuchshöhe: bis 150 Zentimeter hoch
  • Blätter: Form einer Hand, tief eingeschnittene Blattlappen, Oberseite dunkelgrün glänzend, Unterseite hellgrün
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Blüten: dichte Traube aus blauvioletten Blüten
  • Frucht: ein sogenannter Sammelbalg, das heißt mehrere Samen in einer Hülle
  • Vorkommen: in den Alpen und Mittelgebirgen, selten, unter Naturschutz.

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