ARD-alpha - Vom Ahorn bis zur Zwiebel


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Vom Ahorn bis zur Zwiebel Der Bärlauch

Über viele Jahre war der Bärlauch in Vergessenheit geraten. Doch in jüngster Zeit erlebt er eine Renaissance - als Delikatesse und als Volksmedizin. Und das nicht ohne Grund: Er ist reich an Vitamin C und hat eine herzstärkende und blutreinigende Wirkung. Es gibt einiges Spannendes über diese Pflanze zu berichten. Ein Pflanzenporträt in Text, Bild und Video.

Stand: 28.02.2009

Bärlauch | Bild: picture-alliance/dpa

Bärlauch ist seit dem Altertum eine Gewürz- und Gemüsepflanze und fand auch in der Klostermedizin Verwendung. In der modernen Küche ist er in vielfältigen Zubereitungen präsent. Ein Vorteil des Bärlauchs: Der knoblauchartige, würzige Geschmack ist zwar in den Speisen vorhanden, aber später im Atem nicht bemerkbar.

Vorsicht - Verwechslungsgefahr!

Bärlauchblätter sehen ähnlich aus wie die Blätter von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Diese sind giftig!

Unterscheidung:

  • Maiglöckchenblätter: geruchlos
  • Herbstzeitlose: in der Mitte der Blätter sitzt meist eine kleine grüne Frucht
  • Auch das Zerreiben der Blätter ist gefährlich, da sich das Gift schon durch Berührung überträgt.

Der Bärlauch - Steckbrief:

  • Höhe: bis 50 Zentimeter
  • Vorkommen: in ganz Europa in Wäldern und Auen
  • Stengel: dreikantig, aufrecht
  • Blätter: länglich mit parallel verlaufenden Blattnerven; knoblauchartiger Geruch
  • Blütezeit: Mai-Juni
  • Blüten: Dolden aus vielen Einzelblüten mit je sechs weißen Blütenblättern; zwittrige Blüten
  • Ernte: Blätter im April, noch vor der Blüte, pflücken!

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