ARD-alpha - Vom Ahorn bis zur Zwiebel


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Vom Ahorn bis zur Zwiebel Die Brennnessel

Wohl jeder hat schon einmal schmerzhafte Erfahrung mit Brennnesseln gemacht. Oder sich über das "Unkraut" im Garten geärgert. Dabei ist die Brennnessel viel mehr als nur ein lästiges Unkraut! Sie ist eine Pflanze, die sich durchaus sehen lassen kann - sogar als Heilpflanze.

Stand: 10.08.2018

Brennnessel  | Bild: BR

Früher fand man Brennnesseln nur in Auwäldern, die wegen der häufigen Überschwemmungen nährstoffreich waren. Durch die starke Düngung unserer Böden mit Phosphat und Nitrat ist die Brennnessel heute viel weiter verbreitet. Sie ist ein sogenannter Nährstoffanzeiger: Wo sie wächst, da ist der Boden nährstoffreich.

Heute gilt die Brennnessel vorwiegend als Unkraut. Dabei kann sie sich als Heilpflanze durchaus sehen lassen: Als Tee zubereitet, hat sie eine harntreibende, verdauungsfördernde und blutreinigende Wirkung. Und als Salat schmeckt sie köstlich!

Die Brennnessel - Steckbrief

  • Familie: Nesselgewächse
  • Stengel: aufrecht, kantig, bis 150 Zentimeter hoch
  • Blätter: dunkelgrün, grob gesägt, am Stiel flaumig behaart
  • Blütezeit: Juni bis Oktober
  • Blüten: grüngelbe Blütenrispen in den Blattachseln; zweihäusig: eine Pflanze hat entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten, zusammengesetzt aus vielen winzigen Einzelblüten
  • Frucht: kleine, ovale Nüsschen
  • Fortpflanzung: über Samen und durch unterirdische Ablegerbildung
  • Vorkommen: nährstoffreiche Böden
  • Heilwirkung: Tee wirkt harntreibend, verdauungsfördernd und blutreinigend
  • Besonderheit: Brennhaare

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