ARD-alpha - Vom Ahorn bis zur Zwiebel


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Vom Ahorn bis zur Zwiebel Die Weide

Weiden sind ganz besondere Pflanzen: Sie wachsen als Pionierpflanzen auf feuchten Standorten. In Überschwemmungsgebieten haben sie eine wichtige ökologische Funktion. Darüber hinaus sind Weiden einfach faszinierende Bäume! Ein Porträt - in Text, Bild und Video.

Stand: 02.03.2013

Weide | Bild: BR

Weiden sind eine artenreiche Gattung: Weltweit gibt es mehr als 400 Weidenarten. Davon sind etwa 40 bei uns heimisch. Die größte der heimischen Weiden ist die Silberweide. Ihren Namen hat sie aufgrund ihrer silbrig glänzenden Blattunterseiten. Die Bildergalerie zeigt Näheres - von Kätzchen, Zähnchen und Härchen:

Silberweiden

Silberweiden wachsen meist an Fluss- und Bachläufen, in Auwäldern und Überschwemmungsgebieten. Dort können sie zu mächtigen Bäumen heranwachsen und üben eine wichtige ökologische Funktion aus: Sie mildern die Auswirkungen von Hochwasser, verfestigen das Ufer und verhindern so Erosion.

Das "lotterhafte Geschlecht"

Weiden haben die Fähigkeit, sich auch über die Artengrenzen hinweg fortzupflanzen und Mischformen und Bastarde zu bilden. Schon Goethe hatte 1790 bei seinen Naturforschungen Zuordnungsprobleme bei den Weiden. Wegen ihrer Mischformen und Bastardisierungen bezeichnete er sie als "lotterhaftes Geschlecht".

Steckbrief: die Silberweide

  • Botanischer Name: Salix alba
  • Standort: meist an Fluss- und Bachläufen
  • Wuchsform: Baum oder Strauch
  • Wuchshöhe: bis 20 Meter
  • Rinde: grob längsrissig; darin ist der Gerbstoff Salicyl
  • Blätter: lanzenförmig, Unterseite silbrig; Blattrand fein gezahnt
  • Blütezeit: April bis Mai
  • Blüten: männliche und weibliche Kätzchen auf verschiedenen Bäumen (zweihäusig)
  • Frucht: Samen in Kapsel
  • Vermehrung: über Samen und durch Stockausschlag

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