ARD-alpha - Vom Ahorn bis zur Zwiebel


4

Vom Ahorn bis zur Zwiebel Der Klatschmohn

Zu den farbenprächtigsten Boten des Sommers zählt der Klatschmohn. Seine scharlachroten Blüten leuchten weithin sichtbar aus Getreidefeldern und von Wegrändern. Ein Pflanzen-Porträt in Text, Bildern und Video - Mohnrezepte inklusive.

Stand: 23.05.2009

Klatschmohn | Bild: picture-alliance/dpa

Zu den farbenprächtigsten Boten des Sommers zählt der Klatschmohn. Von Mai bis Juli  leuchten seine scharlachroten Blüten aus Getreidefeldern heraus oder zieren Wegränder und Schutthalden. Die intensiv roten Blütenfarben des Klatschmohns dienten früher zur Herstellung roter Tinte sowie zum Färben von Stoffen.

Der giftige Verwandte

Ein Verwandter unseres Klatschmohns ist der Schlafmohn. Die Samenkapseln des Schlafmohns enthalten einen Milchsaft - in getrocknetem Zustand ist dies Opium. Opium enthält giftige Alkaloide wie zum Beispiel Morphin, das zu Heroin weiterverarbeitet werden kann. Das Züchten und Pflanzen von Schlafmohn ist deshalb in Deutschland verboten und stellt einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz dar. Als unentbehrliche Medizinpflanze wird Schlafmohn jedoch unter staatlicher Kontrolle angebaut.

Der Klatschmohn enthält - im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Schlafmohn - keine giftige, berauschende Inhaltsstoffe. Der Samen  des Klatschmohns kann beim Backen unbedenklich verwendet werden und hat keine berauschende Wirkung.

Der Klatschmohn - Steckbrief

  • Wuchshöhe:  20 - 80 Zentimeter
  • Stängel: haarig
  • Blätter: haarig, stark gezahnt
  • Blüte: eine einzige Blüte am Ende des Stängels; vier scharlachrote Kronblätter
  • Blütezeit: zwischen Mai und Juli
  • Frucht: eiförmige Kapsel
  • Standort: sonnig und trocken; oft in Getreidefeldern, an Wegrändern oder in Schutthalden

4