ARD-alpha - Schulfernsehen


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Tiere der Heimat Die Zauneidechse

Das Verbreitungsgebiet der Zauneidechse ist riesig. Es reicht von Skandinavien bis zum Kaukasus und von den Pyrenäen bis nach China. Selbst in 2.000 Metern Höhe sind die Kriechtiere mit dem dicken Schwanz noch zu finden.

Von: Hans Deuter & Hans Hanrieder, ein Film von Eckhard Huber

Stand: 09.06.2012

Eine Zauneidechse  | Bild: picture-alliance/dpa

Nach der Winterruhe, die von Oktober bis März dauert, verlässt die Zauneidechse ihr Winterquartier, um sich an den ersten Sonnenstrahlen zu wärmen und nach Jagdbeute zu suchen. Die Aktivität der wechselwarmen Kriechtiere steigt bei zunehmenden Tagestemperaturen. Ende April beginnt die Eidechsenbalz. Die Männchen haben sich gerade das erste Mal im Jahr gehäutet und tragen ihr leuchtend grünes Hochzeitskleid.

Eiablage im Mai oder Juni

Rund fünf Wochen nach der Paarungszeit legt das Eidechsenweibchen - je nach Körpergröße - vier bis zwölf Eier in eine selbst gegrabene Erdhöhle. Die Eier werden durch die Wärme des Erdreichs ausgebrütet und nehmen in dieser Zeit durch ihre pergamentartigen Schalen Feuchtigkeit aus der Umgebung auf.

Eidechsen erbeuten Eidechsen

Zwei Monate nach der Eiablage schlüpfen die Eidechsenjungen. Die wenige Zentimeter langen Jungtiere gleichen in Färbung und Zeichnung weitgehend dem Weibchen. Die Kleinen sind selbständig und begeben sich wie die erwachsenen Tiere auf die Jagd nach Larven, kleinen Spinnen und Insekten. Neben großen Feinden wie Greifvögeln, Krähen, Fuchs und Iltis müssen sie auch vor den erwachsenen Eidechsen auf der Hut sein - manchmal werden sie von den eigenen Eltern gefressen.


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