ARD-alpha - Schulfernsehen


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Tiere im Teich Der Frühling

Wenn im Frühling das Leben erwacht, beginnt das ewige Spiel der Partnersuche, aber auch des Fressens und Gefressenwerdens im Teich. Die Sendung zeigt, wie sich Froschnachwuchs entwickelt und sich Larven in Libellen verwandeln.

Von: Volker Eklkofer & Simon Demmelhuber, ein Film von Ismeni Walter

Stand: 12.04.2013

Eine Kaulquappe im Teich | Bild: WDR

Von der Larve zum Flugkünstler - Libellen

Wenn der Schnee geschmolzen ist und die Pflanzen allmählich grün werden, erwachen die Bewohner des Teiches. Die Libellen haben mit ein bis drei Jahren eine recht lange Entwicklungszeit. Nach einer sommerlichen Eiablage entwickeln sich Larven, die zumeist zweimal im Wasser überwintern. Dann erst schlüpfen die Libellen und die Flugzeit beginnt. Libellenlarven sind Räuber, die sich u. a. von Wasserinsekten ernähren. In der Sendung kann man sie bei der Jagd beobachten.

Der Stichling beendet die Winterruhe

Den Winter hat der Stichling träge am Boden des Teichs verbracht. Nun lebt er auf und macht sich auf die Suche nach Nahrung: Kleine Krebse, Würmer und Insektenlarven sind begehrt, bald stehen auch Fischlaich und Fischbrut auf dem Speiseplan.

Der Lebenszyklus der Frösche

Ein Jungfrosch im Wasser | Bild: WDR zum Artikel Tiere im Teich Sommer und Herbst

Im Sommer pulsiert das Leben im Teich und aus Kaulquappen werden allmählich Frösche. Wenn ihnen Lungen gewachsen sind, gehen sie an Land. Insekten sind für Jungfrösche eine willkommene Nahrung. [mehr]

Die Frösche haben im Spätherbst des Vorjahres entweder im Wasser oder in frostgeschützten Erdlöchern ihre Winterquartiere bezogen. Wenn es zu tauen beginnt, werden sie aktiv - oft bereits im Februar. Während der Ruhezeit haben sich beim Weibchen die Eier entwickelt und auch die Männchen sind nun fortpflanzungsbereit. Nachdem sich ein Männchen im Kampf gegen Rivalen behauptet hat, umklammert es das Weibchen, das Paar kopuliert, die Eiablage beginnt. Der Laich quillt auf und steigt nach oben. Dort wird das Wasser zunehmend wärmer, die Sonne scheint, der Laich entwickelt sich. Nach einem Monat bevölkern Larven, die Kaulquappen, den Teich. Sie benötigen etwa ein Vierteljahr, um sich zu Jungfröschen zu verwandeln.

Die Krötenwanderung beginnt

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Fortpflanzung ist auch bei den Kröten angesagt. Sie verlassen ihre Winterbehausungen unter Laub, Büschen etc. und machen sich auf den Weg zu ihrem Laichgewässer, dem Teich. Hier sind sie aufgewachsen, hierher kehren sie im Zuge der Krötenwanderung zurück. Trifft ein Männchen auf ein wanderndes Weibchen, steigt er auf dessen Rücken und klammert sich fest. Huckepack gelangt er zum Teich - sofern der Weg nicht über eine Straße führt und die beiden überfahren werden. Nach dem Ablaichen kehren die Kröten wieder aufs Land zurück.


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