ARD-alpha - Schulfernsehen


3

40 in einem Boot Der Kampf um Integration

Karl Valentin hat es gewusst: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde. Kinder mit Migrationshintergrund erfahren diese absurde Tatsache täglich und doppelt. Sie sind nicht nur in Deutschland, sondern auch untereinander isoliert. Ein Münchner Integrationsprojekt zeigt, dass es auch anders geht.

Von: Simon Demmelhuber & Volker Eklkofer, von Susanne Delonge

Stand: 16.12.2011

Wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen und einander vertrauen, geht es allen besser. Diese Erfahrung möchten Sozialpädagogen vom Multikulturellen Jugendzentrum im Münchner Westend an vierzig Kinder aus fünfzehn verschiedenen Ländern weitergeben.

PDF-Download

Unterlagen zum Download | Bild: colourbox.com zum Download 40 in einem Boot Informationen für Lehrer und Schüler

Fakten, didaktische Hinweise, Literatur und Links zum Thema - alles was man für den Unterricht braucht. [mehr]

Dazu laden sie die Schülerinnen und Schüler zu einer Wildwasserfahrt auf der Isar ein. Um das Abenteuer zu bestehen, müssen die elf bis dreizehn Jahre alten Jungen und Mädchen echten Teamgeist entwickeln. Das ist gar nicht so einfach. Obwohl sie die gleiche Schule besuchen, kennen sie sich kaum. Manche von ihnen sind erst vor Kurzem nach Deutschland gezogen, sind schüchtern, haben Sprachschwierigkeiten und fühlen sich in ihrer neuen Heimat noch nicht zuhause. Andere sind zwar hier geboren, haben aber trotzdem keine deutschen Freunde und sind Fremde im eigenen Land geblieben.

Das soll sich durch das gemeinsame Erlebnis ändern. Beim Wildwasserfahren können die Jugendlichen lernen, trotz aller Unterschiede, Sprachschwierigkeiten oder kultureller Differenzen miteinander auszukommen. Denn wenn sie nicht zueinander finden und zusammenhalten, fällt der spannende Ausflug buchstäblich ins Wasser.

Das Experiment gelingt. Am Ende haben alle hautnah erfahren, dass es miteinander einfach besser geht als gegeneinander. Eine Lektion fürs Leben, die hoffentlich Früchte trägt!


3