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Wissenschaft am Ball Die Physik des Toreschießens

Was haben Fußballspieler mit dem Magnus-Effekt und Sprinter mit den Newtonschen Axiomen zu tun? Physikalische Phänomene und Gesetze wie die Energieerhaltung oder die Kräftezerlegung lassen sich mit Beispielen aus dem Ballsport sowie der Leichtathletik anschaulich darstellen.

Von: Stefan Gneiting, ein Film von Christoph Wittmann

Stand: 27.01.2012

Sport soll Spaß machen, Sport soll fit halten. Und wer Sport aufmerksam betreibt, kann sogar einiges dabei lernen; zum Beispiel über Physik. Umgekehrt können Sportler, die entsprechende Kenntnisse der Naturwissenschaften haben, ihre Leistungen gezielt verbessern. Schließlich nützen die Athleten – wenn auch meist unbewusst – physikalische Gesetzmäßigkeiten aus, um weit zu werfen, schnell zu rennen, die höchsten Sprünge zu erreichen, den Basketball im Korb zu versenken, den Fußball mit einem knallharten Schuss aufs Tor zu treten oder ihn gefühlvoll vom Strafraumeck in den Torwinkel zu "schlenzen". Energieerhaltung, Hebelgesetze, die Newtonschen Axiome, Impulserhaltung und viele weitere physikalische Gesetze und Prinzipien spielen im Sport eine wichtige Rolle.

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Sunny Dioubaté und Lion Gorgas, zwei junge Basketballspieler beim FC Bayern München, zeigen im Film, warum man seine Sprunghöhe verbessert, wenn man den Schwung von Armen und Beinen ausnützt und welche Flugbahn man dem Ball geben muss, damit er zuverlässig den Weg in den Korb findet.

Zwei Spieler der U19 des FC Bayern München, Oliver Markoutz und Dominik Burusic, demonstrieren derweil, wieso es bei einem Freistoß von der Strafraumlinie nicht sinnvoll ist, den Ball mit voller Kraft über die Mauer zu treten und wieso der Torwart bei einem stramm und platziert geschossenen Elfmeter eigentlich keine Abwehrchance hat. Und wieso ist Dominik beim 100-Meter-Sprint früher im Ziel, obwohl sein Konkurrent Oliver am Start viel schneller beschleunigt? Warum Sprinter beim Start einen Startblock verwenden, Mittelstreckenläufer dagegen auf das Hilfsmittel verzichten, lässt sich ebenfalls mit den entsprechenden Physikkenntnissen anschaulich erklären.

Bei aller Begeisterung für die physikalischen Hintergründe und die Vorteile, die man aus dem Wissen ziehen kann, raten Sunny und Lion trotzdem davon ab, vor jedem Wurf oder Sprung komplizierte Überlegungen und Berechnungen anzustellen. Beim Sport ist es wichtig, die richtigen Bewegungsabläufe im Training immer wieder einzustudieren, damit sie im Wettbewerb intuitiv abgerufen werden können.


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