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Das Römer-Experiment Woran glauben die Römer?

Rom ist Sitz der katholischen Kirche. Das war nicht immer so, die alten Römer glaubten an eine Menge Götter. Aber wie haben sie ihre religiösen Praktiken gelebt? Für ein Experiment begeben sich Studenten selber in einen Tempel.

Stand: 15.03.2013

Ein Römer bei einem Ritual | Bild: SWR

Woran glaubten die Römer? Und vor allem wie? Beteten sie wie wir heute? Das herauszufinden ist nach 2.000 Jahren gar nicht mehr so einfach. Deshalb hat sich der Althistoriker und Religionswissenschaftler Wolfgang Spickermann von der Universität Erfurt zusammen mit einer Gruppe Studenten vorgenommen die antiken Schriftquellen (Cicero, Cato der Ältere, Lukian) nach den religiösen Praktiken der Römer zu durchforsten. Damit aber nicht genug, die Gruppe hat die Zeremonien dann auch real durchgespielt. Ort der Handlung war der rekonstruierte Tempelbezirk von Tawern, der dem Gott der Reisenden und der Händler, dem Merkur, geweiht war.

In dieser Folge des Römer-Experiments geht es darum, wie wichtig den Römern Götterzeichen und die Verehrung ihrer Götter war. Aber nicht nur ihrer eigenen Götter: Sie nahmen auch Götter eroberter Völker in ihren Pantheon auf. Doch mit dieser Toleranz war Schluss, sobald die Anerkennung ihres "göttlichen" Kaisers und die bestehende Himmelsordnung in Frage gestellt wurden.

Text: Planet Schule


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