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Reports in English London's Underground Secrets

Als 1863 die erste "London Underground"-Strecke eröffnet wird, hat die Idee, Vorstadtbewohner unterirdisch zu ihren City-Büros zu transportieren, noch etwas Revolutionäres. Seither wächst das U-Bahn-Netz und dank der enormen Beförderungsleistung sind unzählige Berufspendler unterwegs.

Von: Ein Film von Christiane Lelgemann u. a.

Stand: 09.03.2012

Schild der Londoner U-Bahn vor Big Ben | Bild: picture-alliance/ Federico Gambarini

Mitte des 19. Jahrhunderts ist England die führende Industriemacht. Das Land kontrolliert die See- und Handelswege und befindet sich auf dem Weg in Richtung eines modernen, demokratischen Staates. Queen Victoria hat 1837 den Thron bestiegen, ihre Regentschaft wird über 60 Jahre dauern. Noch heute schwärmen viele Briten von den "Good Old Days".

In diese Zeit fällt ein gigantisches Großprojekt, der Bau der ersten Untergrundbahn der Welt. Die Arbeiten beginnen im Februar 1860, als Arbeiter mitten in London den Boden aufreißen und ein riesiges Loch graben. Drei Jahre später ist die Linie Paddington-Farringdon in Betrieb. Noch ist die "Metropolitan Railway" keine echte U-Bahn, die in Röhren fährt, aber der Anfang ist gemacht. Dampfloks ziehen Wagen durch tief liegende Gräben, die später mit Gewölben überzogen werden. London profitiert von der neuen Bahn, die mehr und mehr unter die Erde verlegt wird. Der Straßenverkehr in der Innenstadt verringert sich, Menschenmassen können transportiert werden.

In den 1870er Jahren entstehen Röhren im Londoner Untergrund. 1890 fährt die erste U-Bahn mit Elektronantrieb - ein Triumph britischer Ingenieurskunst. Vorstädte rücken näher an London heran und blühen auf, der Pendlerverkehr kommt in Schwung. Heute ist das Netz "London Unterground" etwa 400 Kilometer lang, über 4.000 Wagen stehen bereit, um mehr als 500 Züge zu bilden.


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