ARD-alpha - Schulfernsehen


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Reports in English The Royal Parks

London ist eine hektische und quirlige Millionenstadt. Gut, dass es auch Oasen der Stille gibt. Noch besser ist, dass London mit den Kensington Gardens und dem Hyde Park zwei üppig grüne Stresskiller zum Ausspannen anbieten kann.

Von: Simon Demmelhuber & Volker Eklkofer

Stand: 13.01.2012

Gang durch einen Park in London | Bild: BR

Der Hyde Park, das grüne Wahrzeichen Londons, liegt im Westen des Stadtzentrums und nördlich der Themse. Ursprünglich im Besitz der Westminster Abbey, ließ Heinrich VIII. das Gelände 1536 absperren und in einen königlichen Wildpark umwandeln. Seither ist der Park für die Öffentlichkeit zugänglich. Zuerst nutzten ihn nur die Wohlhabenden. Dort zählte dann nur das "Sehen und Gesehen werden", während sie in ihren Kutschen spazieren gefahren wurden. Heute ist der Park ein Ort der Ruhe, an dem sich Londoner wie Touristen beim Sport, beim Picknick oder beim Spazierengehen entspannen und dem hektischen Getriebe entfliehen. Duelle wie einst üblich, werden hier nicht mehr gefochten, höchstens mit Worten wie am berühmten Speaker's Corner.

Ein Gang durch den Park ist zu jeder Tageszeit ein Vergnügen: Am Morgen ist es noch still und nur wenige Spaziergänger, Jogger und Reiter unterwegs; mittags verspeisen die Angestellten der umliegenden Büros ihr Sandwich auf den Bänken, abends nehmen die Fußballspieler und Sonnenhungrige den Rasen in Beschlag. Es lohnt sich also immer, das Geschehen im Hyde Park zu beobachten, vor allem mittags, wenn die Geschäftsleute auf den Hyde Park zu strömen und dort ihre Mittagspause machen. Wer sich dazu nicht auf eine Bank setzen oder auf den Rasen liegen will, kann auch einen der Liegestühle leihen, die sonst für Müßiggänger, Sonnenanbeter und Ruhesuchende bereit stehen.

Den schönsten Zugang öffnet der Hyde Park Corner. Den Haupteingang überragt ein 1828 geschaffener dreifacher Torbogen, geschmückt mit Reliefs, die Darstellungen aus dem berühmten Parthenon-Fries zeigen. Gleich dahinter steht die so genannte Achillesstatue, die 1822 aus französischen Kanonenkugeln gegossen wurde. Diese Statue hat eine große Geschichte, denn sie war die erste Statue in Britannien, die einen nackten Mann öffentlich zeigte und damit für einen echten Skandal im prüden England sorgte. Nicht weit entfernt steht der Musikpavillon.

Vom Hyde Park Corner aus verzweigen sich drei Hauptwege durch die Grünanlagen. Der Weg durch die Mitte führt zum Serpentinenteich, wo, der Sage nach, im Sommer sogar schon Badende gesichtet wurden. Nördlich des Teiches befindet sich das Vogelgehege. Geht man den mittleren Weg, sieht man immer wieder Richtung Carriage Road Reiter vorbei traben, denn dort befindet sich der extra angelegte Reitweg, der auch mehr als häufig genutzt wird.


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