ARD-alpha - Schulfernsehen


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Reports in English Two faces of Edinburgh

Edinburgh ist eine Stadt voller Widersprüche: hier der Glanz des wichtigen Finanzzentrums, dort das triste Erscheinungsbild einer perspektivlosen Drogen- und Arbeitslosenszene. Die Sendung liefert Einblicke in urbane Lebenswelten und zeigt Menschen, die der Hauptstadt Schottlands ein Gesicht geben.

Von: Ein Film von Stefanie Fischer u. a.

Stand: 12.10.2012

Stadtpanorama von Edinburgh | Bild: picture alliance / Daniel Kalker

Edinburgh, benannt nach dem im 7. Jahrhundert regierenden northumbrischen König Edwin, ist seit dem späten Mittelalter die Hauptstadt Schottlands. Seine Glanzzeit erlebte Edinburg im 18. Jahrhundert, als Denker wie David Hume und Adam Smith die Stadt zu einem europaweit geachteten Zentrum der Aufklärung machten.

Nationalisten und Banker träumen vom selbständigen Schottland

In den letzten Jahren sorgten schottische Separatisten und Ökonomen regelmäßig für Aufsehen, wenn sie von voller staatlicher Unabhängigkeit schwadronierten oder Edinburgh nach irischem Vorbild zum Finanzzentrum ausbauen wollten. Seit der Bankenkrise 2008 ist dieser Traum ausgeträumt, denn zwei der wichtigsten Banken Schottlands mussten - wie demütigend - von der Zentralregierung in London mit einer Geldspritze in Höhe von etlichen Milliarden Pfund gerettet werden. Genüsslich erinnerten die Engländer daran, dass ein eigenständiges Schottland die verheerende Bankenpleite wohl kaum überstanden hätte.

Urbanes Leben in Edinburgh

Abseits politischer Träumereien entstand in Schottlands Hauptstadt eine raue, durch Drogen und Arbeitslosigkeit geprägte Lebenswelt. Mitte der 1980er-Jahre hatte Edinburgh sogar den Ruf, AIDS-Hauptstatt Europas zu sein. Die Sendung stellt eine Stadt mit zwei Gesichtern vor und porträtiert Menschen, die dort leben.


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