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Reports in English The Boat Race: Oxford - Cambridge

Seit 1829 liefern sich die Ruderteams der Universitäten Oxford und Cambridge alljährlich ein Rennen auf der Themse, das ganz England in seinen Bann zieht. Die Sieger erhalten einen Pokal, Prämien gibt es nicht. Was zählt, ist die Ehre.

Stand: 10.01.2013

Das Bootsrennen zwischen den Universitäten Oxford und Cambridge | Bild: WDR

The Boat Race, das Achter-Rennen zwischen den Teams der Universitäten Oxford und Cambridge gilt als härtester Ruderwettkampf der Welt. Jahr für Jahr kommen hunderttausende Zuschauer, um das Spektakel zu betrachten. Das Duell fand erstmals 1829 statt. Gut sechs Kilometer sind auf der Themse zurückzulegen. Die Boote müssen gegen die Strömung, die auf der Rennstrecke vom Meer kommt, fahren und werden von Wellen traktiert. Manchmal berühren sich die Boote, auch Zusammenstöße gab es schon. 1912 sanken beide Boote wegen des hohen Wellengangs.

Die Crews gehen bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit

Mehrere Trainer, Psychologen und Ärzte betreuen die Teams während des Trainings. Regelmäßig müssen sich die Ruderer medizinischen Test unterziehen. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass sich einzelne Sportler am Renntag völlig verausgaben und kollabieren. Und dabei erhalten die Sieger kein Geld, nur einen Pokal. Dennoch schwärmen alle Teilnehmer vom unbeschreiblichen Boat Race-Gefühl.

An den Rudern sitzen ausschließlich Studenten der beiden renommierten Universitäten, auch Ausländer sind mit dabei. Die Sportler, die sich mit eiserner Disziplin auf den Wettkampf vorbereitet haben, genießen an ihren Elite-Unis hohes Ansehen. Böse Zungen behaupten sogar, dass Rudererfahrung bei der Bewerbung um einen Studienplatz in Oxford oder Cambridge von Vorteil ist - auch wenn die Hochschulen stets von akademischen Auswahlverfahren sprechen


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