ARD-alpha - Schulfernsehen


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total phänomenal Tastsinn

Die Welt begreifen! Kleinkinder zeigen uns, was es mit dieser Metapher auf sich hat: Sie tasten sich buchstäblich ins Leben, sammeln wichtige Informationen und lernen mit den Fingern, woraus die Wirklichkeit besteht. Der Tastsinn ist eine Orientierungshilfe, ohne die wir schutz- und hilflos wären.

Von: Volker Eklkofer & Simon Demmelhuber, ein Film von Dirk Neumann (Buch) & Jan Haft (Regie)

Stand: 25.05.2012

Tastsinn | Bild: colourbox.com

Das Tasten ist einer der ursprünglichsten Sinne: wichtig für die Bewegung, die Ausrichtung im Raum, das Zurechtfinden, für die Nahrungssuche und soziale Kontakte. Spinnen erfühlen ihre Beute im Netz. Seehunde verlassen sich ganz auf die Tasthaare an ihrer Schnauze. Eine Anpassung, die sich in freier Wildbahn auszahlt, wo sie häufig in trübem Wasser oder nachts Beute machen müssen. Ihre Tasthaare sind so sensibel, dass sie die Strömungen schwimmender Fische spüren. Verlieren Robben durch Verletzung oder Krankheit ihre Tasthaare, müssen sie verhungern. Bei Hauskatzen sind die Tasthaare so am Kopf platziert, dass sie erfühlen können, ob sie durch ein bestimmtes Schlupfloch passen oder nicht. Elefanten prüfen mit ihrem Rüssel, wo sie sicher den Fuß aufsetzen können. Schweine besitzen mehr Tastsinneszellen auf ihrer Rüsselscheibe als wir Menschen auf unserer ganzen Hand.

Wir Menschen verlassen uns gerne auf unsere Augen und vergessen dabei, dass wir mit ihnen gar nicht beurteilen können, wie glitschig Seife, wie warm Wasser oder wie weich ein Handtuch ist.

Der Tastsinn spielt eine entscheidende Rolle in unserem Leben - umso mehr, wenn man blind ist. Verena Bentele teilt dieses Schicksal mit etwa 145.000 Menschen in Deutschland. Die mehrfache Goldmedaillengewinnerin im Biathlon bei den Paralympischen Spielen führt uns durch ihren Alltag, in dem der Tastsinn immens wichtig ist. Aufwendige Computeranimationen zeigen die verschiedenen Tastsinneszellen in Aktion.

(Quelle: Planet Schule)


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