ARD-alpha - Schulfernsehen


22

Olympische Spiele (1) Geheiligter Wettkampf - Die Spiele der Antike

Die antiken Olympischen Spiele waren ein Friedensfest, für die Dauer galt Waffenruhe. Nur Männer traten zu den Wettkämpfen an, Frauen war die Teilnahme verwehrt. Was zählte, war der Sieg, zweite oder dritte Plätze gab es nicht. Sieger wurden als Helden verehrt und in der Heimat reich belohnt.

Von: Volker Eklkofer & Simon Demmelhuber, ein Film von Christian Romanowski

Stand: 02.12.2011

Olympische Spiele | Bild: BR

Als offizieller Beginn der antiken Olympischen Spiele gilt das Jahr 776 v. Chr. - damals begann man die Namen der Sieger zunächst im Kurzstreckenlauf aufzuzeichnen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass bereits lange zuvor inoffizielle Wettkämpfe stattfanden.

Bis zum Verbot der Spiele im Jahr 393 n. Chr. war der Ort Olympia im Westen der Peloponnes ständiger Austragungsort. Alle vier Jahre strömten tausende Griechen nach Olympia, um den sportlichen Wettkämpfen beizuwohnen, die zu Ehren des Zeus, des obersten Gottes der griechischen Mythologie, veranstaltet wurden. Die Sendung rekonstruiert den Ablauf der Olympischen Spiele. Die Zuschauer erfahren, wie sich die Athleten auf die Wettkämpfe vorbereiteten, sie erhalten Einblick in das Programm und in die einzelnen Wettbewerbe. Gedreht wurde hierfür an Originalschauplätzen in Griechenland.

Das viel gepriesene olympische Credo unserer Zeit - "Dabei sein ist alles" - hatte im antiken Griechenland keine Bedeutung. Was zählte war der Sieg, zweite und dritte Plätze gab es nicht.

Die Spiele der Antike wurden im 19. und 20. Jahrhundert häufig idealisiert. Die Sendung fragt daher: Waren sie die direkten Vorgänger unserer modernen Olympischen Spiele? Fehlten die negativen Momente des modernen Sportes? Die Antwort ist ernüchternd: Antike Sportler waren keine ehrenwerteren Menschen als die Athleten unserer Tage. Sie waren Profis, die Eigeninteressen verfolgten und das Zusammenspiel von Politik, Kommerz und Sport gab es bereits in der Antike.


22