ARD-alpha - Schulfernsehen


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Natur und Technik Welt im Wandel - Veränderung und Entwicklung

Hoffentlich bleibt alles beim Alten! Viele Menschen haben Angst vor Veränderungen. Aber Wandel und Wechsel sind das Gesetz der Natur. Wenn wirklich alles beim Alten bleibt, gibt es keine Entwicklung und keine Erneuerung mehr.

Von: Petra Reinold, ein Film von Wolfgang Voelker

Stand: 09.11.2012

Ein Blatt fällt zur Erde | Bild: picture-alliance/dpa

"Und so lang du das nicht hast, dieses: Stirb und Werde!, bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde."

Johann Wolfgang von Goethe

Diese Strophe, es ist die letzte aus Goethes Gedicht "Selige Sehnsucht", formuliert einen klaren Anspruch: Wer im Einklang mit der Natur leben möchte, wer zu den Weisen und Verständigen gehören möchte, muss das Prinzip der Welt im Wandel, das Gesetz der stetigen Veränderung und Erneuerung akzeptieren.

Das Leben ist biegsam und geschmeidig

Das ist gar nicht so leicht. Viele Menschen fürchten Veränderungen. Sie wollen, dass alles bleibt, wie es ist. Diese Angst ist nachvollziehbar, aber begründet und sinnvoll ist sie nicht. Sie widerspricht dem Prinzip des Lebens. Denn lebendige Systeme sind auf die permanente Erneuerung angewiesen. Nicht das Beharren, sondern die Fähigkeit zur Veränderung ist der Garant des Überlebens. Was sich nicht mehr verändern kann, ist am Ende seiner Entwicklung angelangt und stirbt. So wie ein dürrer Ast, der nicht mehr geschmeidig genug ist, um sich dem Wind zu biegen.

Stetige Erneuerung als Überlebensstrategie

Nur aus der Fähigkeit zum Wandel entstehen neue, bessere Lösungen. Ohne Veränderung gibt es keinen Fortschritt, keine Bewegung, keine Evolution. Ohne das Naturgesetz der andauernden Neukombination vorhandener Naturbausteine wären auch wir Menschen nicht entstanden.

Weil das Prinzip der permanenten Veränderung so grundlegend für das Verständnis lebendiger Systeme ist, stehen wichtige biologische Veränderungs- und Entwicklungsprozesse im Mittelpunkt unseres Films.


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