ARD-alpha - Schulfernsehen


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Namenstage im Oktober Wolfgang, Gunther, Maximilian

Bayern, Böhmen, Österreich - ein Länderdreiklang, in dem die Donau den Ton angibt. Auch im Leben unserer drei Oktoberheiligen Wolfgang, Gunther und Maximilian spielt sie eine entscheidende Rolle. Wichtige Stationen ihres Wirkens sind untrennbar mit dem zweitlängsten Strom Europas verbunden.

Von: Simon Demmelhuber & Volker Eklkofer, ein Film von Georg Antretter

Stand: 28.09.2012

Eine Figur vom Heiligen Wolfgang in einer Kirche | Bild: BR

Im Spätherbst 994 bricht Bischof Wolfgang von Regensburg zu einer Visitationsreise nach Österreich auf. In Passau besteigt er ein Schiff, das ihn die Donau abwärts tragen soll. Doch schon bald fühlt sich der Siebzigjährige zu schwach, um die Fahrt fortzusetzen. Bischof Wolfgang spürt, dass sein Ende nahe ist und lässt zur St.Othmar-Kapelle in Pupping bringen. Hier stirbt er am 31. Oktober 994. Nach seinem Tod wird sein Leichnam ins Kloster Emmeram nach Regensburg überführt, wo die Gebeine bis heute ruhen.

1994 jährt sich der Sterbetag des bayerischen Schutzpatrons zum tausendsten Mal. Zur Feier dieses großen Wolfgangjahres wird der kostbare Schrein mit den Reliquien des Heiligen für kurze Zeit an seinen Sterbeort im heutigen Oberösterreich übertragen. Aufnahmen von der Überführung des hl. Wolfgang auf der Donau leiten den Bericht über die entscheidenden Stationen der Wolfgangsvita und die Hauptorte seiner Verehrung ein.

Ein Kloster als Keimzelle der Kolonisation des Bayer- und Böhmerwaldes

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Unterlagen zum Download | Bild: colourbox.com zum Download Namenstage im Oktober Informationen für Lehrer und Schüler

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Ein "Donauwanderer" zwischen Bayern und Böhmen war auch der hl. Gunther (Günther) von Niederaltaich. Nach einem ausschweifenden Leben wurde er 1006 zunächst Mönch im Donaukloster Niederaltaich. Um 1008 verließ er den Konvent und lebte als Eremit auf dem Ranzingerberg bei Lalling (heute Landkreis Deggendorf). Drei Jahre später zog er sich mit etlichen Ordensbrüdern tiefer in die Wälder zurück, um in der Einöde eine neue Siedlung zu errichten. Die Rodungs- und Bauarbeiten zogen sich acht Jahre hin, bevor das Kloster Rinchnach schließlich am 29. August 1019 durch den Passauer Bischof Berengar geweiht werden konnte.

Ein Schutzpatron wirft Rätsel auf

Der hl. Maximilian ist Schutzpatron der Donaustadt Passau. Er lebte im 3. Jahrhundert nach Christus, soll sein Erbe an seine Sklaven verschenkt haben und von Papst Sixtus II. im Jahr 257 mit der Missionierung seiner Heimat beauftragt worden sein. Maximilian fügte sich dem Wunsch des Papstes und wirkte 20 Jahre lang als Wanderbischof und erster Bischof von Lauriacum, dem heutigen Lorch an der Enns in Oberösterreich. Während der Regierungszeit des römischen Kaisers Numerian soll Maximilian am 12. Oktober 288 den Märtyrertod durch das Schwert gestorben sein, weil er sich weigerte, den Götzen zu opfern. Historisch ist diese Darstellung allerdings wenig glaubhaft.

Der hl. Rupert soll den Leichnam nach Lorch gebracht haben. Im 10. Jahrhundert wurden die Gebeine nach Passau überführt, wo sie seit dem zwölften Jahrhundert bis auf den heutigen Tag von vielen Gläubigen verehrt werden.


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