ARD-alpha - Schulfernsehen


4

Menschen mit Mut Namenstage im Februar

Gott mehr gehorchen als den Menschen – das erfordert Mut: Mut zum aufrechten Gang, zum Widerspruch, zum Widerstand. Pater Alfred Delp hat diesen Mut bewiesen. Bis in den Tod. Am 2. Februar 1945 wurde er von den Nazis hingerichtet.

Von: Simon Demmelhuber & Volker Eklkofer, ein Film von Georg Antretter

Stand: 01.02.2013

Pater Alfred Delp | Bild: picture-alliance/dpa

Nach der Himmelfahrt Christi beginnen die Apostel die Lehre des Auferstandenen zu verbreiten und geraten prompt ins Visier der rabbinischen Obrigkeit. Sie werden ihres Glaubens wegen verfolgt, verhaftet, eingesperrt. Trotz aller Furcht, Gefahren und Bedrohungen bleiben sie ihrer Überzeugung treu. Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen, hält Petrus dem Hohen Rat entgegen. Unsere Februarheiligen haben diesen Mut zum aufrechten Gang bewiesen: als Märtyrer, als Missionare, als Bekenner und lebende Zeugen einer unerschütterlichen Glaubensgewissheit.

Agatha: Die Folter bricht den Körper, aber nicht den Geist

Die heilige Agatha hat ihren Gehorsam gegen Gott und Gewissen mit dem Leben bezahlt. Sie starb grausam gefoltert um die Mitte des 3. Jahrhunderts, weil sie weder durch Verlockungen noch Drohungen von ihrem Bekenntnis zu Christus ablassen wollte.

Cyrill und Method: Das Evangelium in der Sprache der Menschen predigen

Rund 600 Jahre später, gegen die Mitte des 9. Jahrhunderts, setzen die Brüder Cyrillus und Methodius ihr Leben ein, als sie den heidnischen Slawen das Evangelium brachten. Um die Botschaft Christi erfolgreich zu verbreiten, übersetzten sie das Neue Testament ins Slawische, schufen ein eigenes slawisches Alphabet, lehrten und predigten in der Sprache des Volkes. Dadurch wurden sie nicht nur zu Boten des Glaubens, sondern zu den Begründern der slawischen Kirchensprache und Literatur.

Willigis von Mainz: Demut vor Gott heißt den Menschen dienen

Als bedeutender Bischof der Ottonenzeit widmet der heilige Willigis zu Beginn des 11. Jahrhunderts seine ganze Kraft der Verbreitung und Festigung des Glaubens. Er sorgt für die Verbesserung des Schulwesens, engagiert sich als Seelsorger und Lehrer, ruft unerlässlich dazu auf, das Los der Armen zu mildern und geht dabei selbst mit gutem Beispiel voran. Statt mit den Großen und Reichen zu tafeln, lädt er täglich 30 Bedürftige ein, an seinem Tisch mit ihm zu essen. Aufgrund seiner Demut, Mildtätigkeit und Großherzigkeit erwirbt sich Willigis bereits zu Lebzeiten den Ruf der Heiligkeit.

Pater Alfred Delp: Das sind Werte, für die hier stehe

Pater Alfred Delp ist eine der großen Gestalten des katholischen Widerstandes gegen das nationalsozialistische Terrorregime. Als Mitarbeiter der Jesuitenzeitschrift "Stimmen der Zeit", als unerschrockener Mahner, couragierter Jugendbetreuer und Seelsorger der Münchner Pfarrei Heilig Blut geriet er rasch ins Visier der Gestapo. Nach dem missglückten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde der streitbare Jesuit fälschlich der Mitwisserschaft verdächtigt, inhaftiert und im Januar 1945 vom Volksgerichtshof vom Blutrichter Roland Freisler zum Tode verurteilt. Pater Alfred Delp starb am 2. Februar 1945 in Berlin Plötzensee durch den Strang.


4