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Namenstage im Dezember Sanft, rebellisch, mythisch

Zwei ausgesprochen sanfte, zwei eher mythische und einen sehr rebellischen Heiligen stellen wir im Dezember vor. Und ausgerechnet der Rebell ist auch der einzige Bayer unter ihnen: Herzog Tassilo III., der gegen die Übermacht der Frankenkönige aufbegehrte und dabei letztlich den Kürzeren zog.

Von: Simon Demmelhuber & Volker Eklkofer, ein Film von Georg Antretter

Stand: 23.11.2012

Künstlerische Darstellung vom heiligen Jodok | Bild: BR

Die Lichterheilige aus Sizilien

In Schweden wird das Luciafest am 13. Dezember gefeiert.

Luzia ist eine etwas aus der Mode gekommene Heilige. Dabei war sie in Bayern früher recht beliebt. Vor allem in Fürstenfeldbruck, wo die Fürbitte der heiligen Luzia 1785 ein Hochwasser abwehrte und dafür sorgte, dass weder Menschen, noch Tiere, noch Hab und Gut zu Schaden kamen. Aus Dankbarkeit für die Hilfe ihrer Schutzpatronin und zum Gedächtnis des Amperwunders findet in Fürstenfeldbruck alljährlich am 13. Dezember das "Lichterschwemmen" statt. Dabei werden von Kindern gebastelte "Luzienhäusl" in einem abendlichen Gottesdienst geweiht und anschließend dem Fluss übergeben.

Der Klostergründer mit dem Kelch

Tassilo III., der bayerische Herzog aus dem Geschlecht der Agilolfinger, genießt als Klostergründer in Bayern und Österreich noch heute eine große Verehrung. Unter anderem soll er die Klöster Kremsmünster, Innichen und Wessobrunn gegründet haben. Neben den frommen Stiftungen zeugt vor allem der berühmte Tassilokelch in Kremsmünster von der Macht und dem Glanz des letzten Agilolfingerherzogs in Bayern.

Die Eltern des Menschengeschlechts

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Am Heiligen Abend steht die Erwartung der Geburt Christi im Mittelpunkt. Wenn am 24. Dezember die Kirche auch Adams und Evas gedenkt, dann nicht ohne Grund: Nach dem Alten Testament wurden die "Ureltern" wegen ihres Ungehorsams gegen das göttliche Gebot aus dem Paradies vertrieben. Doch auch Adam und Eva sind Schutzpatrone: Die der Gärtner, weil sie einst den Garten Eden pflegten und die der Schneider, weil sie sich nach der Verführung durch den Teufel mit einem Mal ihrer Nacktheit schämten und durch Fellschurze ihre Blöße bedeckten.

Ein Bretone wird in Bayern heimisch

Den heiligen Jodok kennen heute wohl nur noch die Wenigsten. Dabei gehörte er lange Zeit zu den meistverehrten Heiligen in Deutschland. Nach der Legende wurde Jodok als Sohn eines bretonischen Herrschers geboren, entsagte aber der Krone und aller weltlichen Pracht, um als Einsiedler zu leben. Weil er eine gefährliche und beschwerliche Wallfahrt nach Rom unternahm, gilt es als besonderer Schutzherr der Pilger und aller Reisenden. Eine Reliquie des Heiligen gelangte auch nach Landshut, wo ihm die Kirche St. Jodok geweiht ist.


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