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Namenstage im April Adalbert, Konrad, Zita und Zeno

Der heilige Adalbert war ein Brückenbauer zwischen Ost und West. Als furchtloser Missionar starb der "Apostel Preußens" den Märtyrertod. Bischof Zeno strahlte durch Heiterkeit, die Heiligen Zita und Konrad glänzten durch Demut.

Von: Simon Demmelhuber & Volker Eklkofer, ein Film von Georg Antretter

Stand: 28.03.2013

Prozession zu Ehren des Heiligen Adalberts in Polen | Bild: picture-alliance/dpa

Brückenbauer zwischen Ost und West

Der heilige Adalbert gilt der katholischen Kirche als Symbol für die Einheit im christlichen Europa, als mittelalterlicher Brückenbauer zwischen Ost und West und furchtloser Verkünder des Glaubens. Der Missionar und Apostel Preußens starb 997 bei Elbing am Frischen Haff (heute Elbag, Polen) den Märtyrertod, nachdem er bei der Christianisierung Polens, Böhmens und Ungarns eine entscheidende Rolle gespielt hatte.

Der Pförtner und die Himmelsschlüssel

Im Alter von 31 Jahren traf Johann Birndorfer aus dem niederbayerischen Parzham die Entscheidung, in den Altöttinger Kapuzinerorden einzutreten. Nach drei Jahren legte er als Bruder Konrad die ewigen Gelübde ab. Zunächst diente er als Pförtnergehilfe im St. Anna-Kloster, später wurde Bruder Konrad das Pförtneramt übertragen, das er mehr als 41 Jahre lang bis zu seinem Tod versah. Jeder konnte seiner Hilfsbereitschaft und Zuwendung sicher sein. Mehrere Wunder sind bezeugt, auch Ereignisse hat er vorausgesagt. Am 24. Mai 1934 wurde Bruder Konrad von Papst Pius XI. in das Verzeichnis der Heiligen aufgenommen.

Ein Bischof bekämpft den Arianismus

Zeno stammte vermutlich aus Mauretanien (anderen Überlieferungen zufolge auch aus Syrien oder Griechenland) und wurde 362 der 8. Bischof im oberitalienischen Verona. Zeit seines Lebens bekämpfte heidnischen Aberglauben und Häretikerbewegungen, vor allem die Arianer. Trotz der heftigen Glaubenskämpfe soll er stets "mit Sanftmut und Heiterkeit" gelehrt haben. Darauf verweist die Statue des "lachenden Zeno" im Chor der über seinem Grab erbauten Basilika S. Zeno Maggiore in Verona.

Demut als Lebenshaltung

Zita wird um 1212 in Bozzanello, einem Dorf am Abhang des Monte Sagrati nahe Lucca, in ärmlichste Verhältnisse hineingeboren. Mit 12 Jahren tritt sie als Magd in den Dienst der reichen Luccheser Familie Fatinelli. Anfangs hat sie unter verleumderischen Nachstellungen und Schikanen zu leiden: sie wird von den Kindern der Familie drangsaliert, erduldet die Herrschsucht der Hausherrin und den Jähzorn des Hausherrn.

Zita erträgt alle Prüfungen mit unveränderter Sanftmut. Ihre stille und bescheidene Zuverlässigkeit gewinnt ihr zuletzt die Zuneigung und das uneingeschränkte Vertrauen der Familie. Schließlich steht sie als Aufseherin dem gesamten Haushalt der Fatinellis vor. In dieser Position wirkt sie zum Wohl der Bedürftigen Luccas.


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