ARD-alpha - Schulfernsehen


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Die Stadt im späten Mittelalter Mauern, Brunnen, Galgenstricke

Um Frieden und Sicherheit innerhalb ihrer Mauern zu wahren, erlassen die Städte des Spätmittelalters strenge Rechtsordnungen. Gesetzesbrecher werden hart bestraft: Folter und Todesstrafe sind an der Tagesordnung.

Von: Ch. Sepp, S. Demmelhuber & V. Eklkofer, ein Film von Kurt Schneider

Stand: 21.09.2012

Recht und Gesetz im Mittelalter | Bild: BR

Wandel durch Urbanisierung

Seit dem 13. Jahrhundert machte die Entwicklung der Städte beträchtliche Fortschritte. Neuer Wohnraum entstand, Universitäten und Gotteshäuser wurden gebaut. Bevölkerungswachstum und das städtische Leben auf engem Raum brachten soziale Veränderungen. In Städten, die vom Fernhandel profitierten, stieg die Lebensqualität spürbar an.

Die Stadt als Ausdruck der gesellschaftlichen Ordnung

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Innerhalb der Stadtmauern hatten Recht und Ordnung zu herrschen. Pflichten und Rechte der Bürger waren in den Verordnungen des Städtischen Rats genau festgelegt. Die Gerichtsbarkeit lag in den Händen der Stadtbehörden. Gesetzesbrecher wurden hart bestraft. Erstaunlich dagegen: Den Steuerzahlern überließ der Rat weitgehend selbst die Entscheidung, wie viel sie in den Stadtsäckel einzahlen wollten.

Wasserwege - städtische Lebensadern

Wie der Rat das Geld zum Wohle der Bürger wieder ausgab, wird anhand der Wasserversorgung deutlich: Brunnen und Wasserläufe durften nicht verschmutzt werden. Doch die hygienischen Zustände in der Stadt waren oft miserabel. Müll, Kot und Dreck gehörten zum alltäglichen Stadtbild. Gegen Seuchen wie die Pest waren die Menschen machtlos. Eine weitere Ausnahmesituation: Krieg. Wie funktionierte die Stadtverteidigung? Was geschah mit der Stadt, wenn sie vom Feind erobert wurde?


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