ARD-alpha - Schulfernsehen


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Ich mach's! Metallbauer/-in Konstruktionstechnik

Sie bauen Kräne und Zäune, stellen Fenster, Türen, Tore aus Stahl oder anderen Werkstoffen her, errichten Stahlkonstruktion, produzieren und montieren Bauelemente für jeden Zweck. Über Eintönigkeit im Job müssen Metallbauer ganz gewiss nicht klagen.

Von: Ein Film von Thomas Rex u. a.

Stand: 01.03.2013

Metallbauer | Bild: BR

Kraft und Köpfchen formen den Stahl

Metallbauer ist kein Job für zarte Gemüter. Die Arbeit geht tüchtig in die Knochen. Es wird geschweißt, geschmiedet, gehämmert, gefeilt, gefräst. Da geht es zur Sache und außerdem ganz schön laut her. Formal gibt es keine besonderen Zugangsvorrausetzungen, um eine Lehrstelle anzutreten. Meist wird von den Firmenchefs aber ein qualifizierter Hauptschulabschluss verlangt. Und auf die Mathenote wird oft besonders geguckt, denn selbst beim Bau eines einfachen Zaunes steckt viel Rechnerei dahinter. Wer auch selbst gestalten und nicht nur fertigen will, was der Meister vorgibt, der muss auf jeden Fall fit am Computer sein. Ob Stahlträger, Fassadenelement oder Zaunanlagen - alle Konstruktionspläne entstehen mittlerweile am Rechner.

Die Pläne macht der Computer, den Rest der Mensch

Wer Metallbauer gelernt hat, der hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch branchenübergreifend. Die meisten Metallbauunternehmen suchen sich eine Nische und spezialisieren sich, Tragende Stahlbaukonstruktionen etwa. Wer an tragenden Teilen schweißt, braucht eine Zusatzqualifikation: die Schweißerprüfung. Gesellen mit Schweißerprüfungen oder CNC-Erfahrung sind auf dem Arbeitsmarkt besonders gefragt. Die CNC-Maschinen haben längst die Werkstätten und –hallen erobert. Deswegen legen die Firmenchefs so viel Wert darauf, dass die Lehrlinge gute Mathenoten haben. Konstruktionspläne lesen, Berechnungen übertragen und den Steuerungscomputer programmieren, muss man als Metallbauer spätestens als Geselle drauf haben.

Lange Tage, oft unterwegs: Die Freiheit hat ihren Preis

In den größeren Unternehmen sorgen meist feste Außenteams für die Montage. Zehn Stunden Arbeit am Tag und auswärts übernachten gehören oft dazu. Die ungeregelte Arbeitszeit ist der Preis für die Freiheit auf der Baustelle sein eigener Herr zu sein. Dazu kommt, dass man wetterfest sein muss. Ungeregelte Arbeitszeiten, Wind und Wetter – dafür entschädigen die oft saftigen Zulagen, die alle Handwerker auf Montage bekommen


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