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Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik Das Flugzeug der Gebrüder Wright

Bei seinem Motorflug am 17. Dezember 1903 blieb Orville Wright gerade mal zwölf Sekunden in der Luft und legte 37 Meter zurück. Doch damit kam die Menschheit dem Traum vom Fliegen ein gewaltiges Stück näher. Der "Wright Flyer" war eine der ersten Glanzleistungen des neuen Jahrhunderts.

Stand: 25.10.2012 | Archiv

Flug mit einem Flugzeug der Gebrüder Wright | Bild: picture-alliance/dpa

Lilienthals würdige Nachfolger

Wilbur (1867-1912) und Orville Wright (1871-1948), gelernte Mechaniker und erfolgreiche Fahrradhändler in Dayton, Ohio, wurden um die Jahrhundertwende vom Flugfieber erfasst. Deutschlands Luftfahrtpionier Otto Lilienthal (1848-1896), der sich am Storch orientierte, dessen Flügelwölbung hervorragend Auftrieb lieferte, hatte es ihnen besonders angetan. Die Wrights besorgten sich alle verfügbare Literatur zum Thema Fliegen und mauserten sich im Selbststudium zu Wissenschaftlern, die mit Akribie einen Flugapparat entwickelten.

Die Wrights bauen einsatzfähige Motorflugzeuge

Die Gebrüder Wright konstruierten spezielle Flügel, entwarfen eine Steuerung und einen Propeller. Nach mehreren Tests mit Gleitern bauten sie einen 12-PS-Motor in ihren "Flyer" ein. Das Flugzeug erhob sich am 17. Dezember 1903 in die Luft. Die beiden Luftfahrtpioniere hatten Geschichte geschrieben. Danach hagelte es Fehlschläge mit einer neuen, schwereren Maschine, doch die Wrights gaben nicht auf. Allein 1904 zählten sie mehr als 100 Flüge, die zunehmend länger wurden. 1905 war ein Wright-Flugzeug bereits 38 Minuten in der Luft. In den Folgejahren konnten die Brüder die Früchte ihrer Bemühungen ernten. Sie stellten mehrere Rekorde auf und gründeten in den USA sowie in mehreren Ländern Europas florierende Werkstätten und Flugschulen.


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