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Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik Die Kraft, die keine ist - Gaspard de Coriolis und die Ablenkung der Massen

Gaspard de Coriolis (1792-1843) gelingt auf der Basis der Trägheitsgesetze Newtons ein entscheidender Durchbruch in der Wetterforschung. Er entdeckt eine Kraft, die die Ablenkung von Luft- und Wassermassen bewirkt und so globale Zirkulationssysteme in den Weltmeeren und der Atmosphäre beeinflusst.

Von: Ein Film von Wolfgang Meindl

Stand: 09.06.2012

Der französsiche Mathematiker Gaspard de Coriolis | Bild: picture-alliance/dpa

Der Astronom Edmond Halley (1656-1742) zeichnet 1686 die erste Karte von den Winden der Weltmeere. Am Äquator skizziert er den stets aus Osten wehenden Passatwind. Der britische Physiker und Meteorologe George Hadley (1685-1768) erklärt dies 1735 mit der Erdrotation.

Den mathematischen Beweis dafür erbringt der französische Mathematiker, Physiker und Ingenieur Gaspard Gustave de Coriolis hundert Jahre später, als er rotierende Systeme untersucht. Dabei entdeckt er, dass eine Kugel, die über eine sich drehende Scheibe rollt, eine gekrümmte Spur hinterlässt.

Wie auf einem Karussell ...

Die Corioliskraft beschreibt diese Ablenkung, die dadurch entsteht, dass sich die Scheibe innen langsamer dreht als außen. Die Erdkugel dreht sich am Äquator schneller als an irgendeinem anderen Punkt. Von Norden oder Süden einströmende Luft hält mit dem Tempo Richtung Osten nicht mit, sodass eine Art "Fahrtwind" entsteht – der Passat.

Der Film erklärt das Prinzip der Corioliskraft und erläutert ihre Bedeutung für die Meteorologie. Am Beispiel des Orkans Lothar, der 1999 unerwartet in Deutschland tobte, zeigt er dabei auch die Komplexität des Wetters.

Quelle: Planet Schule


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