ARD-alpha - Schulfernsehen


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Kirchenfenster erzählen Geschichten Ostern

Ostern ist zwar das höchste Fest des Kirchenjahres, hat aber gegen die geldwerte Markt- und Gefühlshoheit von Weihnachten keine Chance. Schade! Denn gerade Ostern hat eine sehr wichtige Geschichte zu erzählen: Die befreiende Botschaft von der Überwindung des Todes und der Auferstehung in Christus.

Stand: 16.03.2012

Kirchenfenster im Ulmer Münster | Bild: BR

Die Karwoche ist die Woche unmittelbar vor Ostern und für Christen die wichtigste Woche im Kirchenjahr. "Kara" bedeutet Trauer, Wehklage. Am Karfreitag geht es um das Leiden und Sterben Christi. Der Überlieferung nach ist es der Todestag Jesu. Pilatus fällt das Todesurteil; Jesus wird ans Kreuz geschlagen. Stunden dauert der Todeskampf. Ein Drama um Verrat, Folter und Tod. Ostern: Die Auferstehung Christi und die Überwindung des Todes. Die treuesten Jünger nehmen Jesus vom Kreuz und legen ihn in eine Grabkammer. Am dritten Tag, so heißt es, ist das Grab leer. Die Kirchenfenster zu diesem Abschnitt des Passionsgeschehens stammen aus der Stadtkirche in Esslingen am Neckar.

40 Tage lang, bis Christi Himmelfahrt, erscheint der Auferstandene seinen Jüngern als der Erhöhte. Vereinsamung und Trauer weichen einer neuen Gewissheit. Jesus ist der Welt nicht entrückt, sondern auf neue Art und Weise anwesend. An Himmelfahrt stehen Menschen im Mittelpunkt, die offen sind für eine andere als nur eine irdische Wirklichkeit. Die Glasfenster der Bessererkapelle im Ulmer Münster sind ganz diesem österlichen Hoffnungszeichen gewidmet.


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