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Japan Die Kinder des Tsunami

Am 11. März 2011 verwüstete ein verheerender Tsunami die japanische Nordostküste. Die meisten Schulen wurden rechtzeitig evakuiert, nur die Okawa-Grundschule am Kitakami-Fluss nicht. Der Film rekonstruiert die Katastrophe.

Stand: 06.12.2013

Eine Überlebende erzählt | Bild: SWR / WDR

Die Schüler der Okawa-Grundschule wurden nach dem Erdbeben auf dem Hof versammelt, während die Lehrer berieten, ob sie sie zu einem höher gelegenen Ort führen sollten. Die Entscheidung dauerte zu lange, und die Tsunamiwelle verschlang 74 Kinder, die noch nicht von ihren Eltern abgeholt waren.

Die Zwillinge Soma und Fuka beschreiben ihre Schule vor dem Tsunami und erinnern sich an den Tag des Erdbebens.

Der Tsunami wälzt sich das Flusstal entlang

Auf dem Weg zur Okawa-Grundschule zerstörte der Tsunami zwei Grundschulen. Manami und Ayaka berichten, wie sie in Sicherheit gebracht wurden und wie sie die Riesenwelle erlebt haben. Während die Zwillinge Fuka und Soma bangten, ob ihre Mutter sie abholen würde, diskutierten die Lehrer, ob sie die Schüler an einen anderen Ort bringen sollten. Dass sie ihre Freundin Mano nie mehr wiedersehen würde, ahnte Fuka nicht.

Zerstörung und Tod

Zum Film

Der Tsunami verwüstete Hunderte Kilometer entlang der Nordostküste Japans, hundertausende Häuser wurden zerstört, tausende Menschen verloren ihr Leben. An der Okawa-Grundschule starben 10 Lehrer und 74 Schüler. Von den 17 Kindern in Soma und Fukas Klasse überlebten nur vier. Die Kinder trauern um ihre Freunde.

Text: Planet Schule


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