ARD-alpha - Schulfernsehen


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Jäger in der Nacht Der Igel

Igel sind nachtaktive Insektenfresser, die lichte Wälder und Hecken, aber auch Stadtparks und Wohnsiedlungen schätzen. Die kalte Jahreszeit verbringen sie im Schlaf. Wenn die warme Märzsonne scheint, verlassen die "Stachelritter" ihr Versteck und widmen sich Nahrungssuche und Paarung.

Von: Ein Film von Helmut Barth u. a.

Stand: 07.09.2012

Stachelritter Igel  | Bild: colourbox.com

Nachts werden Igel so richtig munter. Die stacheligen Tiere zählen zu den Nachtschwärmern im Tierreich. Häufig besuchen sie unsere Gärten und jagen nach Schnecken, Würmern und allerlei Insekten. Aber auch vor Mäusenestern und Schlangen machen sie nicht Halt. Bei der Nahrungssuche weist ihnen ihre feine Nase den Weg. Paarungszeit ist im April, dann gehen Männchen und Weibchen wieder getrennte Wege. Um den Nachwuchs kümmert sich das Männchen nicht. In wärmeren Gegenden bringen Igel zweimal im Jahr Junge zur Welt.

Igel sind Winterschläfer

Im Herbst wird die Nahrungsaufnahme gesteigert, schließlich benötigen Igel Winterspeck, um die kalte Jahreszeit schlafend in Verstecken aus Zweigen und Laub zu verbringen. Die Winterruhe dauert von Ende November bis März. Im Frühjahr steigt die Körpertemperatur der Tiere wieder an, der Kreislauf kommt in Schwung und die Igel starten in eine neue Saison.

Wenn Igel unter die Räder kommen ...

Fühlen sich Igel bedroht, rollen sie sich zu einer Stachelkugel zusammen. Besonders gefährdet sind sie, wenn sie Straßen überqueren. Immerhin kommt ihnen zugute, dass sie nachtaktive Tiere sind: In den Stunden nach Mitternacht sind zum Glück nicht allzu viele Autofahrer unterwegs.


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