ARD-alpha - Schulfernsehen


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Ich mach's! Papiertechnologe/-technologin

Papier wächst nicht auf Bäumen. Papier wird industriell hergestellt. Dazu braucht es Spezialisten, die das Geheimnis der richtigen Mischung unterschiedlicher Rohstoffe und Chemikalien beherrschen.

Von: Ein Film von Jürgen Rust

Stand: 04.01.2013

Ein Azubi beim Abtransport einer vollen Papierrolle mit einem Kran | Bild: BR

Sebastian Röslmair macht eine Ausbildung zum Papiertechnologen – gemeinsam mit Peter Riedle hat er heute die Aufgabe, ein Papier mit ganz bestimmten Eigenschaften herzustellen. Dazu mischen die beiden verschiedene Rohstoffe – einer von ihnen ist Zellstoff, gewonnen aus Holzfasern. Aber wie viel Zellstoff brauchen sie? Wie viel Holzschliff? Und Leim? Peter und Sebastian müssen genau rechnen – neben Chemie und Physik sind gute Mathe-Kenntnisse gefragt. Das Labor, in dem sie experimentieren, gehört zum Papierzentrum in Gernsbach in Baden-Württemberg – eine von nur zwei Berufsschulen für Papiertechnologen in ganz Deutschland. 16 Wochen im Jahr müssen Azubis dort für den Unterricht hin, meist vier bis sieben Wochen am Stück.

Gemischt, gewalzt, getrocknet und aufgerollt

Patrick Fisch hat das schon hinter sich. Der 24-jährige Papiertechnologe arbeitet an einer riesigen Papiermaschine in Plattling - über 100 Meter ist sie lang. Vorne kommt die Rohstoffmischung auf ein Sieb – eine Papierbahn entsteht. Die rast mit einer Geschwindigkeit von über 1500 Metern pro Minute durch die Maschine. Dabei wird sie durch Walzen und Wärme getrocknet und am Ende aufgerollt. Patrick ist an der Maschine für die Trocknung der Papierbahn zuständig. Den größten Teil des Tages sitzt der Papiertechnologe in der Warte. Die Maschine ist computergesteuert – und Patrick kontrolliert, ob alles gut läuft.


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