ARD-alpha - Schulfernsehen


8

Ich mach's! Lokführer/-in

Für Jungs war Lokführer einst der Traumjob schlechthin. Aber auch heute erfreut sich der Beruf großer Beliebtheit. Die Frau oder der Mann im Führerstand des Zuges hat mit modernster Technik zu tun.

Von: Ein Film von Thomas Rex u. a.

Stand: 27.08.2012

Ein Lokführer im Führerstand eines Regionalzugs | Bild: BR

Moderne Technik unterstützt den Mann am Fahrpult und übernimmt die Kontrolle der Signale. Bevor es mit richtigen Zügen auf Strecke geht, trainieren angehende Lokführer im Simulator. Ruckfreies Anfahren und sanftes Abbremsen werden in der dreijährigen Ausbildung immer wieder geprobt. Denn die Bahn will ihren Fahrgästen möglichst viel Komfort bieten.

Übung macht den Meister

Neben vielen praktischen Übungen gehört auch Unterricht in der Berufsschule zur Ausbildung. Und natürlich schnuppern die zukünftigen Lokführer ständig Bahnluft. Schließlich kommt der Tag, an dem sie echte Schienenfahrzeuge in Bewegung setzen. Die robuste Technik der Baureihe 111 aus den 1970er-Jahren ist besonders gut geeignet, um die nötigen Handgriffe zu erlernen. Hier darf man sich nicht scheuen, einmal schmutzige Finger zu bekommen. Lokführer sind später meist alleine unterwegs. Dann müssen sie fähig sein, kleinere Störungen am Fahrzeug selbst zu beheben.

Ein Beruf mit dem Glanz früherer Tage …

Höhepunkt der Ausbildung ist die Fahrt auf einem planmäßigen Zug. Natürlich steht der Ausbilder ständig bereit, um eventuelle Fehler sofort zu korrigieren. Denn schließlich sitzen Fahrgäste hinten in den Waggons. 21 Jahre alt muss man sein, um eine Lokomotive führen zu dürfen. Später gibt es immer wieder Möglichkeiten beruflich weiterzukommen; zum Beispiel als Ausbilder angehender Eisenbahner. Und manchmal denken Lokführer zurück an vergangene Zeiten, als eine Eisenbahnreise noch als Abenteuer galt, der Mann auf dem Führerstand an Hebeln und Kurbeln hantierte und von den Passagieren bewundert wurde.


8