ARD-alpha - Schulfernsehen


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Ich mach's Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik

Wir knipsen Licht an, schalten den Fernseher ein, surfen im Internet. Hinter diesen Annehmlichkeiten stehen moderne Elektroberufe. Sie sorgen dafür, dass elektrische und elektronische Anlagen so funktionieren, wie sie sollen.

Stand: 21.02.2013

Eine Steckdose wird angebracht | Bild: BR

Theorie und Praxis: Zweigleisiger Start in den Beruf

Florian Schönigen arbeitet hoch konzentriert: Er installiert eine Antennendose – aber wohin kommt dieses Kabel? Florian macht eine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik und hat gerade praktischen Unterricht bei der Elektroninnung München. Die Aufgabe: Er soll eine Satelliten-Antenne betriebsbereit einrichten. Elektroniker müssen sich mit vielen unterschiedlichen Systemen auskennen. Da Florian nicht alles in seinem Ausbildungs-Betrieb lernen kann, gibt es immer wieder solche Kurse bei der Innung.

Lernen vor Ort: Ausbildung im Betrieb

Die Praxis erlebt Florian bei einer kleinen Firma in Neufahrn. Mit den Kollegen ist er den ganzen Tag unterwegs – von Kunde zu Kunde. Sie müssen sich immer wieder auf neue Wünsche einstellen, auch Unmögliches möglich machen. Florian braucht technisches Verständnis und gute Kenntnisse in Physik und Mathematik. Heute bringt er die Steuerungstechnik einer neuen Heizung zum Laufen, hilft bei der Installation eines Computer-Netzwerks und schließt eine Satelliten-Schüssel an. Anschließend erklärt er dem Kunden, wie das System funktioniert – auch das gehört zu den Aufgaben eines Elektronikers.

Energieversorgung: Der Anschluss ans Netz

Andreas Abeltshauser sieht seine Kunden normalerweise nicht. Er arbeitet bei einer großen Münchner Elektrofirma und ist seit drei Monaten auf einer enormen Baustelle eingesetzt: die Sanierung eines Schulzentrums. 150 Bauarbeiter von vielen verschiedenen Firmen wuseln durch die Gegend. Es ist laut, staubig und im Winter auch kalt. Der Tag beginnt im Keller – dort stehen grobe Arbeiten an. Andreas und seine Kollegen packen gemeinsam an und rollen schwere Hauptstromkabel aus. Die werden das gesamte Stockwerk mal mit Strom versorgen. Elektroniker brauchen Kraft, aber auch geschickte Finger für filigrane Basteleien. So wie zwei Stockwerke weiter oben – dort läuft bereits die Fertigmontage. Andreas installiert Steckdosen, Lampen und verklemmt Kabel eines "Bus-Systems". Das wird mal Klimaanlage, Heizung, Jalousien vollautomatisch steuern – je nach Sonneneinstrahlung und Temperatur.

Pannendienst: Die Problemlöser rücken an

Wenn Maximilian Schröder gerufen wird, dann drängt die Zeit. Er arbeitet am Flughafen Nürnberg und sorgt mit seinen Kollegen dafür, dass die elektrischen Anlagen fehlerfrei laufen: Rolltreppen, Bildschirme, Stromaggregate, Gepäckbänder. Gibt’s irgendwo ein Problem, muss Maximilian ran – so wie heute: Per Anruf wird er zu einer Fluggastbrücke gerufen. Das Tor geht nicht auf. In wenigen Minuten landet eine Maschine, die an diesem Gate parken soll. Maximilian muss sich beeilen. Er untersucht das System und findet rechtzeitig den Fehler. Das Tor geht auf, der Flieger kann andocken. Und dann geht’s weiter: zu einer klemmenden Schiebetür, einem defekten Transformator, der Signalbefeuerung an der Startbahn...

Florian, Andreas, Maximilian - drei Elektroniker, drei verschiedene Einsatzgebiete. Mit dieser Ausbildung hat man viele Chancen. Denn der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ist einer für alles.


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