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Gulabi Gang Indische Frauen kämpfen um ihre Rechte

Sie sind Indiens Antwort auf Robin Hood: die Gulabi Gang. Hunderte von Frauen in pinkfarbenen Saris, die mit Worten und Stockschlägen für ihre Rechte und gegen Korruption im Bundesstaat Uttar Pradesh kämpfen.

Stand: 01.12.2015

Frauen der Gulabi Gang, trainiert in der traditionellen Stockkampfkunst Lathi | Bild: WDR

Sie sind Indiens Antwort auf Robin Hood: die Gulabi Gang. Hunderte von Frauen in pinkfarbenen Saris, die mit Worten und Stockschlägen für ihre Rechte und gegen Korruption im Bundesstaat Uttar Pradesh kämpfen. Ihre Anführerin ist die 48-jährige Sampat Pal Devi. Trainiert in der traditionellen Stockkampfkunst Lathi patrouilliert die aus Eigeninitiative entstandene weibliche Garde die Dörfer. Sie halten Kinderhochzeiten auf, verprügeln - wenn nötig - gewalttätige Ehemänner, zwingen Polizisten dazu, Vergewaltiger zu verhaften und schleifen träge Beamte am Hemdkragen durch vernachlässigte Ortsteile.

In Uttar Pradesh können achtzig Prozent der Frauen nicht lesen und schreiben. Viele sind Kinderbräute, die von den Schwiegerfamilien wie Sklavinnen gehalten werden. Zum Schweigen und Gehorchen in der zutiefst patriarchalen Gesellschaft verurteilt, entdecken die Frauen in der Gulabi Gang ein neues Selbstbewusstsein. Gemeinsam verschaffen sie sich Gehör.

Die Anführerin der Gang, die 48-jährige Sampat Pal Devi, musste schon als kleines Mädchen auf dem Feld arbeiten, während ihr Bruder die Schule besuchte. Mit zwölf Jahren wurde sie an einen 23-jährigen Mann verheiratet. Am eigenen Leib hat sie erlebt, was sie heute mit ihren Frauen in pink bekämpft.

Der Film begleitet die charismatische Sampat Pal Devi, wenn sie mit ihrer Bürgerwehr einen Mitgiftmord aufklärt und eine Kinderhochzeit zu verhindern versucht.


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